Amerika ziehe sich zurück – eine clevere Lüge der Rüstungslobby

Zusätzlich zur Behauptung, Russland sei aggressiv, wird seit einiger Zeit behauptet, die USA zögen sich aus Europa und der NATO zurück und deshalb müsse Europa auch militärisch enger zusammenarbeiten, aufrüsten und militärisch intervenieren. Das ist auch jetzt im Umfeld der Münchner Sicherheitskonferenz wieder verbreitet worden. Wie man überall unter Politikern und Medien beobachten kann, zieht diese Behauptung und wird gerne nachgeplappert. Deshalb hier ein paar Fakten zum Thema. Albrecht Müller.


Zunächst zwei der gewichtigen Stimmen im Konzert der Rüstungslobby:

  1. Der französische Präsident Macron in München. Dazu ein Bericht der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 16. Februar. Auf S. 1 war folgendes zu lesen:„Der französische Präsident Emmanuel Macron hat die Europäer und besonders Deutschland aufgefordert, gemeinsam für ein souveränes starkes Europa zu arbeiten. Amerika ziehe sich zurück, sagte Macron bei der Münchner Sicherheitskonferenz.“
  2. Martin Schulz über die Krise der Nato im Spiegel: “Die USA sind nicht bündniswillig„Wie geht es weiter mit der Nato? Ex-SPD-Chef Martin Schulz spricht sich im SPIEGEL für eine engere Zusammenarbeit der EU-Staaten aus – und plädiert für mehr Bundeswehreinsätze im Ausland. 14.02.2020“

Dazu die Fakten:

Die USA denken gar nicht daran, sich aus Continental-Europa zurückzuziehen, ganz im Gegenteil: Sie bauen ihre Präsenz und ihre Aktivitäten aus und planen dabei langfristig:

Schon alleine die Planung und Durchführung des Manövers „Defender 2020“ und die damit verbundene Verlegung großer Truppenverbände von den USA nach…..

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