Lawrow an die Europäer: Kurs ändern bevor es zu spät ist

Bildergebnis für ‘Change Course Before it’s Too Late’: Lavrov Calls on Europe to Reject False Notion of ‘Russian Threat’ in Munich Speech

Die Osterweiterung der NATO und die groß angelegte Übungen in der Nähe der russischen Grenzen könnten zu unabsehbaren Folgen führen, und es sei an der Zeit, dass Europa seinen Kurs ändert, erklärte Russlands Außenminister Sergej Lawrow auf der Münchner Sicherheitskonferenz.

“In Europa ist die Vertrauenskrise in den internationalen Beziehungen am stärksten spürbar”, sagte Lawrow, als er die Bühne betrat, und erklärte, dass “die Struktur der Rivalität des Kalten Krieges auf dem Kontinent neu geschaffen wird”, berichtete RT.

“Eskalierende Spannungen, das Vorrücken der militärischen Infrastruktur der NATO in den Osten, Übungen von beispielloser Tragweite in der Nähe der russischen Grenzen, das aufpumpen der Verteidigungshaushalte über das Maß hinaus – all dies erzeugt Unvorhersehbarkeit”, fügte er hinzu.

Dann forderte er Europa auf, sich auf die Sicherheitszusammenarbeit zu konzentrieren und zur Einhaltung internationaler Verträge beizutragen, anstatt eine Politik der Konfrontation zu verfolgen.

“Geben Sie es auf, das Phantom der ‘russischen Bedrohung’ oder irgendeiner anderen Bedrohung zu fördern – bevor es zu spät ist – und erinnern Sie sich daran, was uns alle verbindet”, fügte Lawrow hinzu.

Lawrow stellte fest, dass “bahnbrechende Technologien nicht dazu benutzt werden dürfen, die internationale Stabilität weiter zu stören”, und betonte “die Bedeutung von Bemühungen, die darauf abzielen, ein Wettrüsten im Weltraum zu verhindern und die Militarisierung des Cyberspace nicht zuzulassen”.

Er übermittelte auch Moskaus Vorschlag für die ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates (China, Frankreich, Russland, Großbritannien und die USA), einen eigenständigen Gipfel abzuhalten, um “einen offenen und ehrlichen Meinungsaustausch darüber zu führen, wie der Frieden für künftige Generationen erhalten werden kann”.

Lavrov beantwortete mehrere Fragen der Medien, die sich vor allem um den Stand der Beziehungen Russlands zur Türkei drehten, die durch das Aufflackern in Syriens Idlib, der letzten terroristischen Enklave im Norden des Landes, entstanden waren. Moskau und Ankara haben sich um eine Regelung der militärischen Eskalation in der Region bemüht, aber beide Parteien erhoben den Vorwurf, dass die Vereinbarungen nach dem Zusammenprall der syrischen und türkischen Truppen nicht erfüllt worden seien.

“Wir haben sehr gute Beziehungen zur Türkei. Aber das bedeutet nicht, dass wir uns in allen Punkten einig sein müssen”, sagte Lawrow.

“Ein Sieg gegen die Terroristen in Idlib ist jedoch unvermeidlich”, betonte er und fügte hinzu, dass die Trennung der Terroristen von der “normalen Opposition” ein dringendes Problem bleibt. Nach Ansicht des russischen Spitzendiplomaten muss Ankara aufgrund seines Einflusses auf die regierungsfeindlichen Kämpfer dies tun.

Change Course Before it’s Too Late’: Lavrov Calls on Europe to Reject False Notion of ‘Russian Threat’ in Munich Speech

Kommentare sind geschlossen.