Frieden in Sichtweite: Syrische Truppen bedrängen letzte Terroristen in Idlib – Türkei schickt Hilfe für Al-Kaida in Syrien und Libyen

Der seit 2011 andauernde Konflikt in Syrien hätte längst beendet und durch einen politischen Prozess fortgesetzt werden können. Doch einige der Akteure, die diesen Krieg schon von Anfang an angefacht haben, tun derzeit alles, damit ein Frieden so lange wie möglich hinauszögert wird. Neben den USA, Großbritannien, Frankreich, Saudi Arabien und Katar, machen vor allem Israel und die Türkei negativ auf sich aufmerksam. Während Israel weiterhin völkerrechtswidrige Luftschläge auf Syrien unternimmt und dabei unbeteiligte Zivilmaschinen als Deckung für die eigenen angreifenden Kampfjets in eklatanter Weise missbraucht, fährt die Türkei die Unterstützung für verschiedene Terrorgruppen massiv hoch.

Es steht außer Zweifel, dass in der syrischen Provinz Idlib verschiedene – mit Al-Kaida und ISIS verbundene – Terrorgruppen herrschen. Diese von westlichen Staaten und Medien verharmlosend als „Oppositionelle“ oder „Freiheitskämpfer“ bezeichneten Verbrecher terrorisieren nicht nur die Zivilbevölkerung, sie halten diese auch als Geiseln gefangen und missbrauchen sie als menschliche Schutzschilde. Humanitäre Hilfsgüter werden von den Terroristen abgefangen und Fluchtkorridore werden blockiert oder gezielt beschossen. Aus Idlib heraus greifen diese Al-Kaida-Terroristen auch immer wieder die zivile und militärische Infrastruktur in den angrenzenden – bereits befriedeten Regionen an.

Die Türkei konnte oder wollte die Vereinbarungen von Astana und Sotschi nicht erfüllen. Als „Schutzmacht der Terroristen“ verpflichtete sich Ankara unter anderem die Autobahn-Verbindung-M5 von Kämpfern mitsamt ihrer schweren Kriegswaffen zu räumen und diesen Prozess und die Einhaltung der Waffenruhe mit eigenen Beobachtungsposten zu gewährleisten. Außerdem sollte die Türkei die radikalen Islamisten von den weniger radikalen Kämpfern trennen – wenn es diese überhaupt gibt.

Allerdings geschah daraufhin exakt das Gegenteil, von dem, was abgemacht wurde. Die Terroristen nutzten von da an die türkischen Militärbasen als Ausgangspunkte ihrer Angriffe auf zivile und militärische Ziele in Syrien. Und immer dann, wenn die syrische Armee auf diese Angriffe antwortete, zeigte sich Ankara erbost. Jede Offensive der syrischen Armee endete dann schließlich damit, dass Ankara bei Moskau eine neue Waffenruhe und einen weiteren Zeitaufschub für die Umsetzung der Vereinbarungen von Astana und Sotschi forderte – und auch erreichte. Bis Mitte Januar 2020 funktionierte die Hinhaltetaktik der Türken.

Dann platzte den Verantwortlichen in Damaskus und Moskau der Kragen……

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