Heimkehrer nach dem Ersten Weltkrieg„Was sucht ihr hier? Warum seid ihr nicht tot?“

Als Besiegte kamen die Soldaten nach Hause: Sechs Millionen deutsche Soldaten und mehr als 800 000 Kriegsgefangene kehrten von Ende 1918 an zurück. “Das Kinn ist weggeschossen, und Nase und Oberlippe hängen frei in der Luft. Oder nur ein halbes Kinn fehlt. Und dafür eine Nasenhälfte der Länge nach”, so beschrieb der Schriftsteller Joseph Roth, der in Berlin lebte, den Anblick. “Oder quer durch das ganze Gesicht fuhr eine Granate spazieren, und ihr Führungsring blieb im Ebenbilde Gottes haften, im Antlitz eines weißen Menschen. Manch einer nahm den Überlebenden ihr Aussehen übel. Mancher sogar ihr Überleben. Die Toten lagen auf dem Feld der Ehre, sie waren immerhin als Helden zu gebrauchen, an ihnen konnte man sich aufrichten. Die Kriegsversehrten lagen in ihren Betten – wofür haben sie überlebt? Hier weiter…….

Kommentare sind geschlossen.