Der orange grosse Bruder

Mehr als 28 Milliarden Franken hat die Migros im vergangenen Jahr in diversen Geschäftsbereichen umgesetzt. Ihre Grösse verschafft ihr nicht nur viel Marktmacht – sondern auch eine unheimliche Fülle an Daten. Ein Überblick.

Wir sehen dich: Die Migros weiss mehr über ihre KundInnen, als diese ahnen. Foto: AlessandroDella Bella, Keystone

Vergangene Woche schilderte die «Berner Zeitung» den Fall einer Sechzehnjährigen, die in der Migros nachträglich mehrerer Diebstähle überführt wurde. Gesamtwert der gestohlenen Waren: 286 Franken. Die Videoaufnahmen, die als Beweismaterial dienten, seien teils mehrere Wochen aufbewahrt worden, bevor die Migros die Jugendliche ansprach. Schon etwas weiter zurück liegt ein Fall, den «zentralplus» 2018 bekannt machte: Ein Luzerner wurde, zwei Wochen nachdem er einen Artikel beim Self-Check-out nicht gescannt hatte, von der Migros zur Rede gestellt. Um ihn zu überführen, seien unter anderem Benutzerdaten aus dem Cumulus-Programm analysiert worden. Der junge Mann habe an der Theke Fleisch bestellt, das System habe Alarm geschlagen, weil der erfasste Artikel an der Kasse nie abgebucht wurde. Die Überwachungskameras an den Kassen überführten den Dieb schliesslich, und weil er im Cumulus-Programm war, habe er leicht identifiziert werden können.

Die beiden Fälle ermöglichen Einblicke in einen Bereich, über den der Konzern….

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