Nach dem Mord an Soleimani: USA und Israel verschärfen Spannungen im Nahen Osten

Eine Woche nach der Ermordung des iranischen Generals Qassem Soleimani auf dem internationalen Flughafen von Bagdad durch eine US-Drohne haben die USA und ihr wichtigster regionaler Verbündeter Israel den Kurs auf einen offenen Krieg in der Region verschärft.

Am 9. Januar erschienen Berichte, laut denen in der westafghanischen Provinz Herat, nahe der Grenze zum Iran, mehr als 60 Zivilisten durch einen US-Drohnenangriff verwundet oder getötet wurden. Wakil Ahmad Karkhi, ein Mitglied des Provinzrats von Herat, bestätigte diese hohe Opferzahl gegenüber TOLO News. Er erklärte, die Zivilisten seien bei dem Versuch der USA, Mullah Nangyalay, den Kommandeur einer Taliban-Abspaltung, zu liquidieren, getötet und verwundet worden.

Die Taliban kontrollieren heute so große Gebiete von Afghanistan wie zuletzt vor ihrem Sturz durch den US-Einmarsch vor mehr als 18 Jahren. Um sie zurückzudrängen, setzt das Pentagon zunehmend wahllose Luftangriffe ein. Alleine in den ersten zehn Monaten des letzten Jahres wurden 579 Zivilisten durch US-Luftangriffe getötet, d.h. ein Drittel mehr als im Jahr 2018.

US-Außenminister Mike Pompeo (links) und Finanzminister Steve Mnuchin kündigen am 10. Januar vor Reportern im Weißen Haus zusätzliche Sanktionen gegen den Iran an. [Quelle: AP Photo/Evan Vucci]

Am Morgen des 10. Januar griffen israelische Kampfflugzeuge Ziele an der syrisch-irakischen Grenze an, wobei acht Mitglieder der irakischen…..

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