Die Blutspur des US-Imperialismus

Wer die Ereignisse im Vorderen Orient verstehen will, muss lernen, dass der Kapitalismus zur ständig steigenden Konzentration wirtschaftlicher Macht und damit zum Imperialismus, das heißt zu kriegerischen Eroberungen von Rohstoffen und Absatzmärkten führt. Die Stationen der Kriegsverbrechen der USA im Vorderen Orient sind folgende:

1953 stürzte die CIA den demokratisch gewählten iranischen Premierminister Mohammad Mossadegh, um das iranische Öl wieder unter Kontrolle zu bekommen.

In den 80er Jahren rüsteten die USA Osama Bin Laden und die Dschihadisten auf, um die Sowjets aus Afghanistan zu vertreiben.

Ebenfalls in den 80er Jahren rüsteten die USA Saddam Hussein auf, um seinen Krieg gegen den Iran zu unterstützen und duldeten die Ermordung tausender irakischer Kurdinnen und Kurden.

1990 begann mit der Brutkasten-Lüge der erste Irak-Krieg.

2003 dann der zweite Irak-Krieg mit der Massenvernichtungswaffen-Lüge.

In der Folge entstand der „Islamische Staat“.

Ab 2012 rüsteten die USA Dschihadisten in Syrien auf, um Baschar al-Assad von der Macht zu vertreiben.

2018 kündigte US-Präsident Donald Trump das mühsam ausgehandelte Nuklearabkommen mit dem Iran.

Diese Zusammenhänge versuchen die USA mit ihrer weltweiten Propaganda und ihren Lügen immer wieder zu verschleiern. Die Ermordung des iranischen Generals Soleimani rechtfertigten sie mit einem unmittelbar bevorstehenden Angriff auf US-Einrichtungen: Soleimani sei „direkt und indirekt” für den Tod von „Millionen Menschen” verantwortlich, so Trump.

Dass die USA auch hier schamlos lügen, enthüllte der irakische Premierminister Adil Abd al-Mahdi vor dem Parlament: Er habe vorgehabt, Soleimani am Tag seiner Ermordung zu treffen, um bei einer diplomatischen Annäherung zwischen dem Iran und Saudi-Arabien zu vermitteln. Trump habe sich, während er bereits das Attentat plante, noch persönlich bei ihm für diese Bemühungen bedankt.

Angesichts der Tatsache, dass diese Kriegsverbrechen der USA in den letzten Jahrzehnten zum Tode von über drei Millionen Menschen führten, ist es verständlich, dass für die Menschen im Vorderen Orient die USA der „Terrorist Nummer 1“ sind.

Trump dagegen hat Soleimani als “number one terrorist anywhere in the world” (“Terrorist Nummer 1 überall auf der Welt”) bezeichnet.

Ausführlich sind diese Zusammenhänge auf den nachdenkseiten dargestellt, die für jeden, der sich ein kritisches Urteil über die politischen Ereignisse und die kriegerischen Auseinandersetzungen bilden will, immer unverzichtbarer werden:

Oskar Lafontaine

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