US-Außenpolitik durch Mord

Die Vereinigten Staaten von Amerika haben mit der Ermordung des iranischen Spitzengenerals Qasim Soleimani in ihrer Außenpolitik einmal mehr die Büchse der Pandora geöffnet. Wie lange glaubt Washington, ein einzigartiges Monopol auf die Ausübung dieser Formen internationaler Gewalt genießen zu können, bevor sie sich gegen uns wenden? Für eine kurze Zeit hatten wir ein Monopol auf den militärischen Einsatz von Drohnen – jetzt tut es jeder, und die USA können jetzt genauso leicht Opfer werden, wie sie sie bereitwillig gegen andere einsetzen. Das gleiche gilt für Cyberangriffe, die von den USA eingeführt wurden, aber jetzt eine Waffe sind, die einer beliebigen Anzahl von Ländern mittlerer Größe zur Verfügung steht.

Mord ist natürlich keine neue Taktik in den Annalen des Krieges. In einer Zeit, die wir technisch gesehen als “Friedenszeit” bezeichnen müssen – trotz der vielen Kriege, die die Vereinigten Staaten von Amerika zur Zeit führen – ist Mord ein gefährliches Mittel, besonders wenn es in der Außenpolitik gegen hochrangige ausländische Amtsträger eingesetzt wird. General Soleimani war nicht nur der……

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