China und USA: Menschenrechtswidrige «Kriege gegen den Terror»

Der Vater von Bota Kussaiyn wurde in ein «Umerziehungslager» geschickt. © Amnesty Intern.

China rechtfertigt die «Umerziehungslager» in Xinjiang mit dem gleichen Argument wie die USA die Kriege in Afghanistan und im Irak.

upg. Die «Umerziehungslager» für Muslime in Xinjiang sind eine unentschuldbare, menschenrechtsverletzende Überreaktion der Regierung in Beijing auf eine Reihe grösserer terroristischer Attentate. Bei den USA war es nach dem Anschlag von 9/11, als sie völkerrechtswidrig überreagierten: Ausser in Guantanamo richteten die USA zwar keine «Lager» ein, aber sie führten Kriege «gegen den Terror» in Afghanistan (bisher über 100’000 Todesopfer), Irak (etwa 500’000 Todesopfer) und Syien (über 400’000 Todesopfer). Der amerikanische «Krieg gegen den Terror» entschuldigt in keiner Weise das Vorgehen Beijings in Xinjiang. Zur Einordnung gehört jedoch das Wissen, welchen Terror und welche Ängste islamistisch-fundamentalistische Gruppen in China verbreitet haben. Der Journalist Jörg Kronauer, Redaktionsmitglied von German Foreign Policy, fasst diese bei uns wenig bekannten Hintergründe zusammen.

Auch China steckt in einem Krieg gegen den Terror

Seit November schlagen sie in der westlichen Öffentlichkeit hohe…

Kommentare sind geschlossen.