Neokoloniale Gegenwart Dommage national

Frankreichs »Krieg gegen den Terrorismus« in der afrikanischen Sahelzone kennt nur einen Gewinner: Den militärisch-industriellen Komplex

France_Mali_Extremis_63559032.jpgGestorben »für die Freiheit und für Frankreich« (Emmanuel Macron) – die fahnengeschmückten Särge der 13 Soldaten, die am 25. November in Frankreichs neokolonialem Hinterhof Mali ums Leben kamen (Paris, 2.12.2019)Eliot Blondet/Pool via AP/dpa

Dreizehn schwarze Limousinen, in jeder ein Sarg für einen der »Helden«, die Trikolore auf Halbmast. Es ist ein prächtiger Empfang im Hof des »Hôtel des Invalides«, bei dem Frankreichs Präsident Emmanuel Macron vor mehr als tausend Trauergästen die Ansprache hält. Die Toten eines verlustreichen Hubschrauberunfalls begingen am 2. Dezember 2019 ihren allerletzten militärischen Einsatz. Sie wurden ein letztes Mal gebraucht: für eine »Hommage national«. Am 214. Jahrestag von Napoleons siegreicher Schlacht bei Austerlitz nutzten Staatschef, Regierung und Armee den Absturz der beiden Fluggeräte mit den Typenbezeichnungen »Tigre« und »Cougar« für eine Propagandaaktion: die Verklärung des abendlichen……

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