Botschaft der Russischen Föderation in der Schweiz: Zweiter Weltkrieg – Kriegsschuld

Botschaft der Russischen Föderation in der Schweiz Brunnadernrain 37 
3006 Bern

Achtzig Jahre nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges werden erneut viele Theorien gewälzt, wie es zu dieser grössten Tragödie des 20. Jahrhunderts kommen konnte. Ein Informationsfeldzug läuft auf Hochtouren. Sein Ziel ist es, die historische Schuld für den Beginn dieses Konflikts auf die Sowjetunion abzuwälzen. Zu diesem Zweck werden Ereignisse aus dem Kontext gerissen, die mit Dokumenten belegten historischen Fakten werden verdreht oder verschwiegen. So kritisiert man beispielsweise aufs schärfste den in der Nacht auf den 24. August 1939 in Moskau unterschriebenen sowjetisch-deutschen Nichtangriffspakt («Wie unter Parteigenossen», Neue Zürcher Zeitung, 23. August 2019). Kaum jemand erinnert jedoch daran, was die sowjetische Führung zu diesem Schritt bewogen hatte. Die Tatsachen sprechen für Folgendes.

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges strebten Grossbritannien, Frankreich und die USA als Sieger danach, ihre Dominanz durch Schwächung potenzieller Widersacher zu festigen. Deutschland wurde demilitarisiert, mit Reparationszahlungen belegt und in seinen Rechten beschränkt. Das Osmanische Reich und Österreich-Ungarn wurden zerteilt, und das sowjetische Russland befand sich in der internationalen Isolation. Aus den Trümmern des Russischen Reiches entstanden entlang unserer westlichen Grenzen neue Staaten, in denen meist nationalistische Regime herrschten.

Chamberlains Schande

Der flächengrösste von diesen Staaten war Polen…..

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