Wie können wir das Milizprinzip in der Schweiz stärken?

von Dr. phil. René Roca, Forschungsinstitut direkte Demokratie

Das «Jahr der Milizarbeit», lanciert vom Schweizerischen Gemeindeverband (SGV), hat den Gedanken der «Miliz» wieder etwas stärker ins Bewusstsein der Schweizer Bevölkerung gerückt. Doch was macht eigentlich das Milizprinzip aus? Das Prinzip hat in der Schweiz eine lange Geschichte, wurde mit der Zeit in jedem gesellschaftlichen Bereich verankert und entwickelte sich mit seiner Bedeutung für das Gemeinwohl und die direkte Demokratie zu einem zentralen Fundament des Staatswesens. Die Definition von «Miliz» muss möglichst breit gefasst werden. Die Milizidee beinhaltet nämlich weit mehr als das, was man gemeinhin unter «ehrenamtlicher Arbeit» oder «Freiwilligenarbeit» versteht, sondern definiert die republikanische Identität jedes Schweizer Bürgers.

Alle Bilder auf den Seiten 6 und 7 sind der Broschüre «Meine Gemeinde, mein Zuhause» entnommen (vgl. auch Artikel auf Seite 7). (Bild Schweizerischer Gemeindeverband)

Dem Berner Politologen Markus Freitag und seiner Forschungsgruppe ist es zu verdanken, dass nun eine aktuelle empirische Studie zur Lage der Milizarbeit in der Schweiz vorliegt.1 Die Studie widmet sich den Miliztätigen der Exekutive, Legislative und der Kommissionen in ausgewählten Schweizer Gemeinden; ausgespart bleiben dabei die Feuerwehr sowie die Arbeit in den Vereinen und der Nachbarschaft, was zweifellos auch zur Milizarbeit gehören würde. Freitag wollte sich jedoch in seiner Studie auf den politischen Bereich beschränken und legt dazu eindrückliche Zahlen vor: «In nahezu unvergleichlicher Weise bieten sich den Bürgerinnen und Bürgern hierzulande…..

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