Die türkischen «Eurasiaten» und die NATO

Händeschütteln fürs offizielle Pressebild: Stoltenberg und Erdogan im April 2018 © NATO

Die Frage, ob die Türkei ein Alliierter oder ein Gegner sei, hat die Allianz noch vor Beginn des Londoner NATO-Gipfels gespalten.

Eine knappe Woche, bevor die Staats- und Regierungschefs der NATO am Dienstag in London zu einem Gipfeltreffen zusammenkommen konnten, machte Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre Vorstellung über die Zukunft der Allianz kund: «Stärker noch als im Kalten Krieg ist der Erhalt der NATO heute in unserem ureigensten Interesse, oder mindestens so stark wie im Kalten Krieg», sagte sie vor dem Bundestag. Europa könne sich derzeit nicht allein verteidigen und sei deshalb auf das transatlantische Bündnis angewiesen. Angela Merkel versprach, sich für die Einheit der Nato einzusetzen. Denn die NATO sei in ihrem 70-jährigen Bestehen ein «Bollwerk für Freiheit und Frieden» gewesen. Dann verwies die Bundeskanzlerin auf die Bedeutung der Türkei hin: Die Türkei sei «zwar ein schwieriger Partner», müsse aber aus «geostrategischen Gründen unbedingt in der NATO» gehalten werden.

Demokratische Prinzipien ignoriert?

Immer wenn von einer strategischen Partnerschaft mit der Türkei…

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