«Schweigen ist Mitmachen»

Wie das FBI versuchte, Island zum Mitverbündeten zu machen, um Assange in die Falle zu locken

Der ehemalige isländische Innenminister erläutert Independent Australia IA, wie er die Einmischung der USA im Jahr 2011 blockiert hat, um WikiLeaks und deren Verleger Julian Assange zu verteidigen.

Ein Innenminister wacht an einem Sommermorgen auf und stellt fest, dass ein Flugzeug voller Agenten des United States Federal Bureau of Investigation (FBI) in seinem Land gelandet ist, mit dem Ziel, polizeiliche Ermittlungen ohne die entsprechende Genehmigung der Behörden durchzuführen.
Wie viele Staatsmänner hätten die Kraft, den Vereinigten Staaten zu sagen: «Nein, das könnt ihr nicht tun»? Der ehemalige isländische Innenminister Ögmundur Jónasson tat dies in der Tat – und zwar im Interesse des investigativen Journalismus. Er verstand, dass etwas mit der plötzlichen FBI-Mission in Reykjavik nicht stimmte und dass dies mit der Whistleblowing-Webseite Wiki­Leaks und ihrem Verleger Julian Assange zu tun hatte.
Zunächst sah es aus wie eine einfache Frage der Zusammenarbeit gegen Cyber-Angriffe.
Gegenüber dem Independent Australia erklärte Ögmundur Jónasson: «Im Juni 2011 wurde mir mitgeteilt, der US-Geheimdienst habe herausgefunden, dass Hacker einen Angriff auf isländische…..

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