Die Welt im Jahr 2035: Gesehen von der CIA und dem National Intelligence Council Taschenbuch – 11. Januar 2018

Bei diesem Buch handelt es sich um die Übersetzung des Berichtes des National Intelligence Councils (NIC), einer Einrichtung, die die Erkenntnisse aller US-amerikanischen Nachrichtendienste zusammenfasst, vom Januar 2017. Er trägt den Titel „Global Trends, Paradox of Progress“. Warum der Verlag im Deutschen den irreführenden Titel „Die Welt im Jahr 2035. Gesehen von der CIA“

Zusammengefasst führt der Report aus: „Die globale Landschaft wird sich grundlegend verändern, Wirtschafts-, Technologie- und insbesondere Sicherheitstrends werden dafür sorgen, dass es immer mehr Staaten, Organisationen und Individuen gibt, die zu einem Handeln mit weitreichenden Folgen in der Lage sind.“

(1) Die Reichen altern, die Armen nicht. In den wohlhabenden Ländern, in Russland und China schrumpft die Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter, in den armen Ländern wächst sie noch.
(2) Die Weltwirtschaft verlagert sich. Das Wirtschaftswachstum bleibt schwach, die westlichen Mittelschichten geraten zunehmend unter Druck.
(3) Die Geschwindigkeit des technologischen Fortschritts beschleunigt sich weiterhin und ruft schwerwiegende Brüche hervor.
(4) Religiöse Ideologien und nationale Identitäten führen zu einer Welle von Ausgrenzungen. Der Populismus hat noch lange nicht seinen Zenit erreicht.
(5) Das Regieren wird immer schwieriger.
(6) Das Risiko von Konflikten, auch solchen zwischen Staaten, nimmt zu.
(7) Der Klimawandel, Umweltkonflikte und die weltweite Verbreitung von Infektionskrankheiten stellen ernsthafte, bislang nicht beherrschte Gefährdungen dar.

Der Versuch, die globale Entwicklung nicht anhand einer Theorie erklären zu wollen, sondern die Komplexität der internationalen Entwicklungen mit Blick auf gesellschaftliche, technologische, demografische, ökonomische und ökologische Trends zu beschreiben und daraus Szenarien abzuleiten, macht diesen Report interessant. Das Buch gibt es hier…

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