Geständnisse eines Atomkriegsplaners – Interview mit Whistleblower Daniel Ellsberg

In diesem Interview sprechen wir mit dem ehemaligen US-Militäranalysten der RAND Corporation und Whistleblower der Pentagon-Papiere, Daniel Ellsberg, über seinen Werdegang und warum er sich 1971 entschied, an die Öffentlichkeit zu treten. Darüber hinaus sprechen wir über sein zuletzt erschienenes Buch “The Doomsday Machine: Confessions of a Nuclear War Planner” und enthüllen, wie ein Atomkrieg geplant wurde, als er ein Insider war, der für RAND arbeitete, sowie über die Fehler, die dort gemacht wurden und welche Gefahren sie für die Gesellschaft darstellten. Schließlich reden wir darüber, ob Atomwaffen ein wirksames Instrument für Verhandlungen und Diplomatie sind und was der Einzelne tun kann, um die weltweite Abrüstung voranzutreiben.

Biografie: Daniel Ellsberg war Berater des US-Verteidigungsministeriums und des Weißen Hauses und an der Ausarbeitung von Plänen zu einem Atomkrieg beteiligt. In seinem Buch “The Doomsday Machine: Confessions of a Nuclear War Planner” enthüllt Ellsberg zum ersten Mal die Existenz streng geheimer Dokumente aus seinen Planungsstudien zur Führung von Atomkriegen, neben den Pentagon Papers, die er bekanntlich 1971 veröffentlichte. Ellsberg ist außerdem Verfasser einer 2003 erschienenen Denkschrift zu den Pentagon Papers und dem Vietnamkrieg namens Secrets. Er ist die Hauptfigur des für den Oscar nominierten Dokumentarfilms The Most Dangerous Man in America. Außerdem spielt er in dem Steven-Spielberg-Film Die Verlegerin über die Veröffentlichung der Pentagon Papers eine wichtige Rolle.

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