Rechtsradikaler Terror

Sie haben das Wort nicht gern: Terror. Wenn irgend möglich, vermeiden es die deutschen Leitmedien. Es sei denn, irgendjemand hat irgendjemanden bei einer Bluttat rufen hören: Allah ist groß. Dann, so schließen sie messerscharf, war es auf jeden Fall ein Terroranschlag, natürlich ein islamistischer.

Wie Sprache benutzt wird, um Menschen zu manipulieren, konnten wir am 9. Oktober in doppelter Ausfertigung erleben. Was der türkische Präsident Erdoğan, gerade noch heftig umschmeichelt von unserem Innenminister Seehofer, an diesem Tag begann, war ein Krieg. Doch in den Medien sucht man den Begriff nahezu vergeblich. Da ist von einer »militärischen Operation«, von »Offensive«, »Militärangriff« oder »Truppeneinmarsch« die Rede. Und das ZDF verdeutlicht die Bedeutung, die es diesem Krieg beimisst, noch dadurch, dass es in seiner Haupt-Nachrichtensendung, heute, über den Beginn der Invasion erst an dritter Stelle informiert – nach einem ausführlichen Bericht über die Feierstunde zur ersten Montagsdemonstration in Leipzig vor 30 Jahren.

Noch seltener als Krieg taucht der Begriff Terror auf, auch wenn…..

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