Katastrophenkapitalismus

Marode, labil, krisenanfällig – der Spätkapitalismus ist nicht in der Lage, die kommenden klimatischen Erschütterungen zu bewältigen, die er selbst verursacht

Naturkatastrophen, klimatische Umschwünge oder extreme Wetterereignisse stellten in der bisherigen Menschheitsgeschichte zumeist keine bloßen Schicksalsschläge dar. Umweltkrisen bilden einen Prozess, bei dem äußere Faktoren eine soziale Struktur, eine Zivilisation unter Druck setzten; es sind komplexe Wechselwirkungen von betroffener Gesellschaft und extremen, katastrophalen Ereignissen, die oft genug gerade durch den blind ablaufenden, fetischistischen Zivilisationsprozess selber ausgelöst werden (klassisches Beispiel dafür ist der Kollaps der Kultur auf den Osterinseln).

Die Strukturen und die Machtverhältnisse, die fetischistischen Formen, in denen die gesellschaftliche Reproduktion vonstattengeht, sind somit für den Verlauf des ökologischen oder klimatischen Krisenprozesses durchaus von Belang. Die Reaktion der Gesellschaft, die Form der Krisenverarbeitung kann den…..

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