Chance auf eine friedlichere Welt verspielt

Der Krieg gegen Libyen bedeutete nicht nur das Ende der nuklearen Abrüstung, sondern markiert auch den Anfang vom Ende der US-amerikanischen Hegemonie.

Auf TheLibyanReport findet sich ein Artikel von Stephen R. Weissman, ehemaliger Stabsdirektor des Unterausschusses für Afrika des US-amerikanischen Repräsentantenhauses, ehemaliger Senior-Governance-Berater für Afrika bei USAID und Autor u.a. von „Eine Kultur der Achtung: Führungsversagen des Kongresses in der Außenpolitik“.

Weissman erinnert in seinem Artikel an den Oktober 2011, als in Libyen der Konvoi von Oberst Gaddafi von einer US-amerikanischen Reaper-Drohne und zwei französischen Kampfjets angegriffen wurde. Nachdem sich Gaddafi aus den Fahrzeug gerettet hatte, wurde er brutal ergriffen, misshandelt und ermordet. Parteiübergreifend wurde in Washington der geglückte Regimewechsel, angeblich zum Schutz der Menschenrechte und der Demokratie, gefeiert. Laut Weissman eine völlig falsche Einschätzung.

Heute wisse jeder: Das „neue“ Libyen kam umgehend unter die Herrschaft gesetzloser Milizen. Bürgerkrieg und Flüchtlingskrise folgten. Der Schaden….

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