Ist jetzt alles anders?

Es ist schwierig, sich ein euphorischeres Ende der Woche für Bullen vorzustellen.

Vor zwei Wochen schrieb ich einen Bericht mit dem Titel: “Was bleibt, um die Assetpreise anzutreiben?”. Darin behauptete ich, dass die einzige Hoffnung der Bullen in einer kurzfristigen Fortsetzung von QE (Quantitative Lockerung, auch bekannt als “Gelddruckerei”) oder einem Handelsabkommen mit China bestehe.

Nun, diese Woche bekamen sie beides.

Jerome Powell gab am Mittwoch bekannt, dass die U.S. Federal Reserve ihre Bilanz wieder um 60 Milliarden Dollar monatlich ausweiten wird. Und erst vor einige Stunden veröffentlichte die Trump-Regierung, dass sie sich mit ihrem chinesischem Pendant auf ein Teil-Handelsabkommen einigten.

Und um dem Ganzen das Sahnehäubchen aufzusetzen, heißt es von der anderen Seite des Atlantiks, dass ein Brexit-Deal vielleicht sogar bis Ende des Monats möglich ist.

Als ich heute morgen anfing, diesen Artikel zu schreiben, arbeiteten die Märkte stark auf einen orgiastischen Höhepunkt hin. Sie endeten mit einer leichten Atempause und schlossen leicht unter den Tageshochs.

Kurzum, die Bullen amüsieren sich plötzlich herrlich.

Bedeutet das also, dass die glücklichen Tage zurück sind? Wurden wir vor der Flut der Datenwarnungen vor einem Wirtschaftsabschwung und niedrigerer Assetpreise gerettet? Hält die Fed – und nun auch China – uns den Rücken frei?

Ist es an der Zeit, dass Investoren erneut optimistisch werden?

Keine “Märkte” mehr

Bevor wir das aber beantworten, widmen wir uns dem Offensichtlichen……

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