Syrien: Wird Putin Erdogan stoppen?

Harte Kritik ernteten in diesem Zusammenhang vor allem die USA, die kurz zuvor auch ihre Militärbeobachter aus dem Kurdengebiet abgezogen hatte. Daneben aber auch Russland, dessen eigenen Interessen der Einmarsch widerspricht und das bisher zwar sein Missfallen ausgedrückt hat, aber keine härtere Reaktion folgen ließ, sogar mit den USA eine türkische Verurteilung bei der UNO verhinderte. Wie lässt sich dieses Verhalten erklären? Wird Russland unter Putins Führung noch aktiv in das Geschehen eingreifen und wenn ja, in welcher Rolle? Welche Optionen haben im Spiel der Mächte die Kurden? Julia Dudnik spricht in ihrem Beitrag über das Thema mit dem Publizisten und Ostexperten Kai Ehlers sowie dem außenpolitischen Fachmann Peter W. Schulze. Zu Wort kommen daneben zahlreiche russische Fachleute und Politiker, die die Interessen ihres Landes vor Ort erläutern.

….zur Erinnerung…..

Lösung des Kurdenproblems nähert sich dem Höhepunkt

Die Kurden merken, dass sie wirklich wirklich von den USA verraten worden sind und betteln bei Assad um Hilfe. Assad schickt seine Befreiungspanzer los und Straße um Straße wird die türkische Militärpräsenz durch die syrische Militärpräsenz ersetzt. Völlig friedlich – oder kann sich jemand an einen türkisch-syrischen Krieg im Jahr 2018 erinnern? Am Ende der gesamten Operation werden kurdische Milizen durch syrische Armee ersetzt.

Manche Leute reagieren emotional. Dabei passiert nichts unerwartetes und schon gar nicht etwas völlig neues. Russland und Türkei wiederholen ein Manöver, das sich bereits bewährt hat. Am Tag vor Beginn der neuen Operation haben Erdogan und Putin noch miteinander telefoniert und von Putins Seite wurden nicht einmal Bedenken geäußert, geschweige denn irgendwelcher Protest. Putin hat Erdogans Rapport zur Kenntnis genommen und sinngemäß mit auf den Weg gegeben: “Aber sei umsichtig, denn wir sind zivilisierte Leute”. Hier mehr……

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