Syrien – Türkei: Trump wendet Methoden der klassischen Diplomatie an

Von Peter Haisenko 

Die Gemengelage in Syrien ist kompliziert. Jede Menge Völkerrechtsverletzungen sind begangen worden. Der neuerliche Überfall der Türkei auf Syrien macht es noch komplizierter. Umso bemerkenswerter ist die Reaktion von Donald Trump. Entpuppt er sich als genialer Diplomat?

Schon vor mehr als einem Jahr hat die westliche Wertegemeinschaft Erdogan einen Freibrief ausgestellt, in Syrien nach Belieben einzumarschieren. Es ging um die grenznahe Stadt Afrin, die von der Türkei einfach besetzt worden ist. Die Reaktion darauf war nicht mehr als ein laues „das ist aber nicht nett“. Der Punkt war, dass es gegen Assad ging und da ist dem Westen ja jedes Mittel erlaubt. Alle außer Russland machen sich in Syrien des fortlaufenden Völkerrechtsbruchs schuldig, wenn sie militärisch dort agieren. Das hat sogar der wissenschaftliche Dienst des Bundestages unzweifelhaft festgestellt. Warum also kommt jetzt Protest, wenn Erdogan dasselbe wieder tut? Oder tut er eben nicht dasselbe?

Nicht die USA haben den IS besiegt, sondern Russland mit der syrischen Armee

Der Unterschied ist, dass die Türkei diesmal einen Teil Syriens überfällt, der noch nicht unter die Kontrolle von Damaskus……

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