Tablets und Smartphones verstümmeln die emotionale Ausdrucksfähigkeit von Kindern

Laut Experten beißen immer mehr Kinder in Kindergärten andere Kinder oder Mitarbeiter, da sie aufgrund der Technologie in ihrer Fähigkeit zum emotionalen Ausdruck beeinträchtigt sind

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Gestern Abend machte die Behauptung die Runde, wonach Kinder beißen andere Kinder und Mitarbeiter in Kindergärten beißen würden, weil ihre Eltern nicht genug Zeit haben, um mit ihnen zu reden und ihnen vorzulesen.

Kinder, die zu viel Zeit vor den Bildschirmen verbringen haben Mühe mit der Kommunikation und damit, ihre Emotionen auszudrücken.

Das würde sie, so die Experten, frustrieren und so beißen sie andere Kinder oder das Kindergartenpersonal.

Die Warnung kam als eine Umfrage unter Kindergartenbesitzern, Managern und Arbeitern, die ergab, dass 27 Prozent angaben, dass sie einen Anstieg der Zahl der Kinder, die in den letzten fünf Jahren beißen, beobachtet haben.

Und 62 Prozent der 1.000 Befragten gaben an, dass sie es oft mit Kindern zu tun haben, die in ihren Kindergärten beißen.

Sue Learner, die als Betreiberin von Daynurseries.co.uk [= Kindertagesstätten], eine Umfrage darüber durchgeführt hat meinte, dass die Ergebnisse „äußerst beunruhigend“ seien. Sie sagte, dass Kinder genau dann zum zubeißen neigen würden, wenn ihnen der sprachliche Ausdruck fehlt, um ihre Emotionen auszudrücken.

„Unsere Ergebnisse stimmen mit anderen Studien überein, die einen Anstieg der Zahl der Vorschulkinder mit schlechten Sprachkenntnissen festgestellt haben“, sagte sie.

Zu viel Bildschirmzeit und der auf berufstätigen Eltern lastende Druck – mit der Folge, dass sie keine Zeit haben, um mit ihren Kindern zu reden – werden gemeinhin für die Zunahme der Kommunikationsprobleme seitens der Kinder verantwortlich gemacht.

„Das Familienleben ist so stressig, aber es ist wichtig, dass sich die Eltern die Zeit nehmen, um mit ihren Kindern zu plaudern und ihnen Bücher vorzulesen, damit sie schon in jungen Jahren gute Sprachkenntnisse entwickeln können.“

„Andernfalls sind es die Kindergärten, die den Rückstand aufholen müssen.“

Frau Learner verwies dazu auf eine aktuelle Studie der Booktrust Charity aus der sich ergab, dass immer mehr Eltern Technologien wie Amazons Alexa, oder andere Apps und Videoübertragungen dazu nutzen, die ihren Kind die Nachtgeschichte vorlesen.

„Wer seinen Kindern Bücher vorliest und Zeit mit ihnen verbringt, der baut ihr Selbstvertrauen genauso auf wie ihre Neugierde und fördert ihre Sprachfertigkeit“, sagte sie.

„Es ist kein Wunder, dass es einen Anstieg bei jenen Kinder gibt, die im Kindergarten zubeißen, da sie verärgert und frustriert sind, weil sie sich nicht ausdrücken können, so dass es eine Art Schrei nach Aufmerksamkeit darstellt.“

Stella Ziolkowski, Leiterin für Qualität und Ausbildung beim Nationalen Kindergartenverband, sagte dazu, dass es sich beim Beißen um einen Teil der Kindesentwicklung handelt.

Sie stimmte zu, dass es ein Weg für diejenigen ist, die ihre „starken Gefühle wie Wut, Frustration oder Angst“ nicht ausdrücken können.

Ziolkowski fügte aber hinzu, dass Babys und Kleinkinder manchmal auch dann beißen, wenn es darum geht, die Symptome von Kinderkrankheiten zu lindern, während andere Kinder zubeißen, weil sie ihre Altersgenossen imitieren, oder sie machen es, um Aufmerksamkeit zu erregen oder als Akt der Notwehr.

Children who bite other youngsters or staff at nurseries are doing so because technology has stunted their ability to express emotions, experts claim

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