USA und Griechenland unterzeichnen neuen Verteidigungspakt

Deal bedeutet neue US-Militärstützpunkte, Pompeo fordert die Türkei auf, illegale Bohrungen einzustellen

Dave DeCamp

Zum G20-Gipfel in Argentinien sollen ins Nachbarland Uruguay 400 US-Soldaten und 8 Militärflugzeuge gebracht werden (Foto: Sgt. Jason Robertson)Symbolfoto: archive.defense

Die Vereinigten Staaten von Amerika und Griechenland haben am Samstag einen überarbeiteten Kooperationspakt für die Zusammenarbeit in der Verteidigung unterzeichnet, den Außenminister Mike Pompeo als einen “Dreh- und Angelpunkt für die griechisch-amerikanischen Beziehungen” bezeichnete. Griechenland stimmte einem unbefristeten Abkommen mit den USA zu, das nicht jedes Jahr erneuert werden muss.

Es wird erwartet, dass das US-Militär die Basis der Sechsten Flotte auf der griechischen Insel Kreta erweitern und auch neue Drohnenbasen in Zentralgriechenland bauen wird.

Die Vereinigten Staaten von Amerika werden auch eine neue Marine- und Luftwaffenbasis im Nordosten Griechenlands errichten, um die NATO-Verbündeten Bulgarien und Rumänien zu versorgen. Der derzeitige Weg zur Versorgung dieser NATO-Verbündeten führt über den Bosporus, der von der Türkei kontrolliert wird.

Die Spannungen im östlichen Mittelmeer haben zugenommen, seit die Türkei ein Bohrschiff geschickt hat, um in von Zypern beanspruchten Gewässern nach Gas zu bohren. Die Gewässer um Zypern sind umstritten, zumal Ankara behauptet, dass der nördliche Teil Zyperns Teil der Türkei ist.

Pompeo hat in diesem Streit klar Stellung bezogen und sagte am Samstag: “Wir haben deutlich gemacht, dass Operationen in internationalen Gewässern durch eine Reihe von Regeln geregelt werden. Wir haben den Türken gesagt, dass illegale Bohrungen inakzeptabel sind.”

In Athen versammelten sich Demonstranten, um gegen das Treffen mit Pompeo zu demonstrieren. Die Proteste endeten bei der US-Botschaft, wo Demonstranten US- und NATO-Flaggen verbrannten. Demonstranten wurden auch mit Transparenten gesehen, auf denen stand: “Pompeo Go Home – Nein zum Abkommen zwischen Griechenland und den USA”. Antikrieg

….daher passend dazu….
US-griechisches Militärabkommen bedroht den Iran, Russland und China

Die aggressive Außenpolitik der USA und Europas verschärft die Gefahr, dass Großmachtkonflikte auf dem Balkan und im Nahen Osten in einen globalen Krieg münden. Dies hat erneut eine Reise des US-Außenministers Mike Pompeo deutlich gemacht. Schon im Juni hatte Donald Trump die Militärschläge, die einen umfassenden Krieg mit dem Iran hätten auslösen können, erst zehn Minuten vor dem Abschuss wieder abgesagt.

Auf seiner sechstägigen Reise besuchte Pompeo Italien, Griechenland und die ehemaligen jugoslawischen Republiken Montenegro und Mazedonien. Schwerpunkt der Gespräche war dabei die Bedrohung des Iran und seiner…..

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