Das US-Dollar-Biest

John Maynard Keynes (1883-1946) erklärte einst sehr gut, wie man den Gewinner eines Schönheitswettbewerbs erfolgreich vorhersagen könne. Man müsse in einer Weise an die Sache herangehen, „(…..) so daß jeder Teilnehmer nicht diejenigen Gesichter auszuwählen hat, die er selbst am hübschesten findet, sondern jene, von denen er denkt, daß sie am ehesten der Vorliebe der anderen Teilnehmer entsprechen werden (….). Es handelt sich nicht darum, jene auszuwählen, die nach dem eigenen Urteil wirklich die hübschesten sind, ja sogar nicht einmal jene, welche die durchschnittliche Meinung wirklich als die hübschesten betrachtet. Wir haben den dritten Grad erreicht, wo wir unsere Intelligenz der Vorwegnahme dessen widmen, was die durchschnittliche Meinung als das Ergebnis der durchschnittlichen Meinung erwartet.“[1]

Dies ist eine Perspektive, die diejenigen in Betracht ziehen sollten, die besorgt sind, der US-Dollar stünde kurz vor dem Zusammenbruch, und es handele sich bei ihm um die schlimmste aller Währungen. Neueste Daten der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) sollten zunächst einmal aufhorchen lassen. In ihrer Dreijahresumfrage 2019[2] teilt die BIZ mit, dass das tägliche Handelsvolumen an den Devisenmärkten im April 2019 6,6 Billionen US-Dollar pro Tag erreichte….

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