Heute schon dein CO2 verbraucht? – Frank Hennig auf der Spur der neuen Sprachverwirrung

Der CO2-Verbrauch sei zu hoch, sagt unser Finanzminister. Mal sehen, was er dagegen tut. Im „Klimapaket“ findet sich dazu nichts. Sprachpanscherei als Ausdruck unklaren Denkens.

Die Mineralwasserhersteller “verbrauchen” Kohlendioxid, CO2, als Lebensmittelzuschlagsstoff (E 290), um in ihren Getränken neben „naturell“ auch noch „medium“ und „spritzig“ anbieten zu können.Foto: iStock

Im Ringen um weiteres Anfeuern des Klima-Hypes nimmt die Sprachverwirrung stetig zu. Bisherige Wortmontagen in offensichtlich falschem Sinnzusammenhang wie „Klimakatastrophe“, „Klimaleugner“ oder „Klimamanager“, von „Klimakabinett“ bis „Klimapaket“ werden derzeit über eine unsägliche Sprachpanscherei noch gesteigert.

Gefühlt jeder zweite Beitrag in den Meldungen unserer Öffentlich-Rechtlichen wird in diesem Sinne aufmunitioniert. Inhalt und konkrete Wortbedeutung sind obsolet geworden, es geht ausschließlich um die Verschlagwortung einer zur Religion erhobenen Theorie.

Finanzminister Scholz führte am 10. September in seiner Rede zur Einbringung des Haushaltsgesetzes 2020 einen Verweis auf die Ergebnisse des Club of Rome mit der Ergänzung, dass die Voraussagen nicht eingetreten wären und „leider“ immer noch viele Rohstoffe zur Verfügung stünden.

Und dann beklagt er noch einen zu „hohen CO2-Verbrauch“ und offenbart damit den Geisteszustand, in dem Regierung und er sich offensichtlich befinden. „Auf lange Sicht wird es teurer, CO2 zu verbrauchen“.

Wenn das so wäre, gäbe es eine einfache Lösung: Alles Grünzeug roden, dessen wir habhaft….

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