USA im Kampf um Zentralasien

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Bereits 1997 definierte der damalige stellvertretende US-Außenminister Strobe Talbott in seiner Rede an der Johns Hopkins University eine Reihe von Prinzipien, die später als Talbott Doktrin bekannt wurden. Ohne zu sehr ins Detail zu gehen, lautete die Grundprämisse wie folgt: “Wir haben nichts in Zentralasien zu suchen, aber wir werden auch nicht zulassen, dass andere ihr Gewicht in die Waagschale werfen.”

Noch in den 90er Jahren inspirierte die Idee der Stärkung der US-Positionen in den zentralasiatischen GUS-Staaten ausschließlich Theoretiker in Washington. Es gab mehrere Gründe für diesen Sachverhalt, wobei der wichtigste die Entfernung von Atomwaffen aus Kasachstan bis April 1996 im Rahmen des Nunn-Lugar Cooperative Threat Reduction Program war. Mit anderen Worten, die “größte Bedrohung” war beseitigt, und es bestand keine Notwendigkeit für die Vereinigten Staaten, engere Beziehungen zu diesen zentralasiatischen Ländern herzustellen. Selbst die Zahl der unterzeichneten bilateralen Abkommen und Memoranden im Jahr 1996 verringerte sich von mehreren Dutzend im Jahr 1995 auf fast 0. Infolgedessen wurden die meisten der damals begonnenen US-Projekte in Zentralasien nicht realisiert. Und die Nationen Zentralasiens wurden sogar zur Domäne des Büros innerhalb des für Afghanistan zuständigen US-Außenministeriums und nicht des postsowjetischen Raums. Der Einfluss der USA in der Region nahm nach der Schließung der amerikanischen Militärbasen in Khanabad (Usbekistan) und dem Manas Airport (in Bischkek, Kirgisistan) deutlich ab. Hier weiter…..

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