Null- und Negativzinsen in den USA – und das Geldchaos ist perfekt

Die Fed treibt die US-Zinsen wieder in Richtung Nulllinie; Negativzinsen bleiben dabei eine extreme Option. Doch die “Zinsbefreiung” des US-Dollar als Weltleitwährung wäre verheerend. Sie käme einer Abkehr vom kapitalistischen Wirtschaften, einem Angriff auf Freiheit und Wohlstand in der westlichen Welt gleich.

“Wer Geld liebt, wird vom Geld niemals satt.” – Altes Testament, Prediger Salomo (5, 9 – 11).
Ob man es für gut befindet oder nicht: Der US-Dollar ist nach wie vor die unangefochtene Reservewährung der Welt. Diese Einschätzung spricht aus den neuen Zahlen der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIS): Auf den Devisenmärkten ist der Greenback nach wie vor die Nummer eins. Ein Indiz dafür ist der Anteil der Transaktionen, an denen der US-Dollar teilnimmt: Er beträgt gut 88% (Abb. 1). Der Euro kommt im Vergleich dazu auf 32%, der japanischen Yen auf 17%; und der chinesische Renminbi hat einen Anteil von lediglich 4,3%, noch hinter dem Schweizer Franken. Der US-Dollar hat also – allen Unkenrufen zum Trotz – weiterhin die Nase vorn in der Gunst der Geldverwender.

Open in new windowQuelle: Bank für Internationalen Zahlungsausgleich; Graphik Degussa. (1) Auf Net-Net-Basis, tägliche Umsätze im OTC-Markt im April 2019.

Salopp könnte man sagen: Der US-Dollar ist der Einäugige unter den Blinden, er ist aus Sicht vieler Geldnachfrager weniger schlecht als die anderen Währungen. Ein Grund: Während beispielsweise im Euroraum und in Japan Minuszinsen…..

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