Menschen, nicht Daten schützen

Datenschutzgesetz: Schon der Titel ist falsch. Denn Daten brauchen keinen Schutz, Menschen schon. Der Nationalrat hat in dieser Woche ein Gesetz aufgegleist, das in der Tat mehr die Daten als die Menschen schützt. Etwa wenn es um das Profiling geht. Firmen nutzen es, weil sie effizient Geld verdienen wollen. Das schaffen sie, wenn sie die «guten» von den «schlechten» KundInnen unterscheiden können. So gibt es zum Beispiel den sogenannten Customer Lifetime Value. Ein Algorithmus errechnet, was ein Kunde der Firma in der Zukunft ökonomisch bringen dürfte. Eine Person mit einem tiefen Kundenwert landet dann, wenn sie auf eine Hotline anruft, hinten in der Warteschlange. KundInnen mit hohem Wert hingegen kommen sofort dran und werden gehätschelt. Ob eine Firma mit einem Customer Lifetime Value arbeitet, lässt sich aber nicht herausfinden.

Man hätte ins neue Datenschutzgesetz hineinschreiben können, dass die Firmen darüber Auskunft geben müssen. Doch die Ratsrechte wollte das nicht. Und setzte durch, dass das…..

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