Die Guten werden immer radikaler

Protest unterm Galgen beim Klimastreik in Berlin Foto: picture alliance/Tom Weller/dpa

Das Gute klingt so böse, so harsch, so verbittert in diesen Tagen. Greta Thunberg spricht mit brüchiger und anklagender Stimme vom „nie vergeben“, Herbert Grönemeyer schreit, es läge an ihm und den Seinen, den Andersdenkenden zu „diktieren“, wie die Gesellschaft zu funktionieren habe und YouTuber wollen alles und jeden, der nicht in ihr Weltbild paßt, wortgewaltig „zerstören“. Journalisten loben diese „klaren Worte“, berichten unkritisch bis bewundernd über „Fridays for Future“ und jede Demo gegen Rechts, bedanken sich mitunter sogar bei der linksextremen Antifa für ihren Einsatz gegen „die Nazis“.

„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“, denkt sich da so mancher, der keine öffentliche Bühne, kein Forum hat, wo er sein Gutsein stolz präsentieren könnte und geht den nächsten Schritt im Kampf gegen das Böse, er schreitet zur Tat. Brennende Autos als Zeichen gegen Klimasünder und Umwelt-Verpester, Sitzblockaden gegen alle, die nicht so denken und leben wollen wie man selbst, politische „Kunstaktionen“, die tief in das Privatleben und Persönlichkeitsrecht von rechten Politikern eindringen.

Rechtsstaatsprinzipien werden über Bord geworfen

All das und noch viel mehr nehmen sich inzwischen ganz selbstverständlich viele derjenigen heraus, die….

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