Journalismus, der nur noch Brechreiz hervorruft: Xenia Böttcher, ARD – Cristoph Röckerath, ZDF

SpiegelkabinettIch bin erstaunt. Das ARD-Morgenmagazin bringt am 15. Mai in Dauerschleife, je einmal in der Stunde, eine Reportage von Xenia Böttcher über das Elend und die Not unter den ärmsten der Armen in Venezuela.

 Schon zwei Tage zuvor, am Montag, hatte Christoph Röckerath für das ZDF-Mittagsmagazin sich ebenfalls in die Niederungen des venezulanischen Prekariats begeben, und in einem 4 minütigen Beitrag, unser Mitleid erheischend, über die armen Menschen aus den venezolanischen barrios zu berichtet.

Zwei Berichte in zwei Tagen aus den öffentlichenlich-rechtlichen Sendeanstalten, bei denen sich die Korrespondenten um die ärmsten der Armen kümmern. Wann hat es das jemals gegeben? Wann sind Böttcher oder Röckerath in den Favelas in Rio, Bogota oder Medellin gesehen worden? Wann haben sie jemals von den 7,3 Millionen Binnenflüchtlige in Kolumbien berichtet, wann von den Straßenkindern in Bogota oder Sao Paulo?

 Ich kann mich nicht erinnern. Mehr hier…..

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