Masern-Impfpflicht: Ärzte üben massive Kritik an Spahn

Will Impfung zum Zwang machen: Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU).Will Impfung zum Zwang machen: Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). © dpa

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die von ihm geplante Masern-Impfpflicht gegen Kritik verteidigt. Ein Ärzteverband wettert unterdessen gegen den Vorstoß – und nennt Argumente für seine Haltung.

Update vom 8. Mai, 9.37 Uhr:

Der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, hat sich kritisch über die zahlreichen Gesetzesinitiativen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geäußert. „Spahn prescht vor und hat die Folgen nicht immer vor Augen“, sagte Montgomery dem Berliner „Tagesspiegel“ (Mittwoch). „Dass so mancher das als Aktionismus empfindet, kann ich verstehen.“

Daneben kritisierte Montgomery etliche weitere Projekte des Ministers. Spahns Terminversorgungsgesetz sei „reiner Populismus“, die Erhöhung des Pflichtpensums von Arzt-Sprechstunden „so überflüssig wie ein Kropf“. Die Reform der Psychotherapeutenausbildung nannte der Ärztepräsident „völlig verkorkst“. Und bei der Hebammenausbildung stelle der Minister auch „alle bisherigen Prinzipien auf den Kopf“. Statt für mehr Studienplätze und eine gute Ausbildung von Medizinern zu sorgen, versuche Spahn, ärztliche Tätigkeiten auf Berufe mit geringerer Qualifikation auszulagern, kritisierte Montgomery. „Spahn geht den preisgünstigeren Weg. Davor kann ich nur warnen.“

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