Im Paradies der Hyperreichen steigt die Spannung

Schweiz steht bei Global-Elite hoch im Kurs: Pauschalsteuern sei Dank – Immer mehr Arme im Land haben das Nachsehen.

Was Angst vor Armut bedeutet, erfuhr ich ausgerechnet an der Universität St.Gallen, der vom Industriellen Max Schmidheiny gestifteten HSG. Dort lehrte ich einige Zeit „Kapitalismus und Kommunikation“ in einem Post Graduate-Kurs.

Als ich vor etwa sechzig hoch ambitionierten MBA-Studenten der Schweizer Finanzwirtschaft sagte: „Sie werden es künftig schwer haben, die grossen Saläre ihrer Vorgänger zu erhalten“, sprang ein Zürcher aus seiner Bank hoch und schrie: „Warum mache ich diesen Scheiss? Nach dem Kurs will ich eine halbe Kiste verdienen.“

Ich denke, daran hat sich seither nichts geändert. Die Schweiz ist ein Land der Hyperreichen, wo jemand, dessen Vermögen unter einer Milliarde liegt, zu den „armen Reichen“ zählt.

Über Jorge Paulo Lemann, 70, Sohn eines Käsehändlers aus Langnau im Emmental, heute der zweitreichste Brasilianer und einer der reichsten Schweizer, liesse sich ein Krimi schreiben. Er wusste alle über den Tisch zu…..

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