Massenhinrichtungen in Saudi-Arabien wecken Appetit der Wall Street

Die abscheulichen öffentlichen Enthauptungen vom 23. April in Saudi-Arabien haben kaum Protest ausgelöst. Weder die westlichen Regierungen noch die bürgerlichen Medien stören sich vernehmlich daran, dass an einem einzigen Tag 37 Männer enthauptet wurden.

Dieselben Zeitungen und Rundfunknetze, die mit lauter moralischer Empörung auf Missbräuche – seien sie erfunden oder real – reagieren, wenn es um die Regierungen in Russland, China, Iran, Syrien oder Venezuela geht, bleiben völlig ungerührt, wenn es um Hinrichtungen in Saudi-Arabien geht. Sie bewahren ihr kaltes Stillschweigen, obwohl auch drei junge Männer mit dem Schwert enthauptet wurden, die als Minderjährige verhaftet worden waren. Unter Folter zu einem Geständnis gezwungen, wurden sie wegen „Terrorismus“ verurteilt und hingerichtet. Ihr einziges Verbrechen bestand darin, dass sie bereit waren, sich an Protesten gegen die diktatorische Monarchie zu beteiligen.

Einer dieser Enthaupteten war Abdulkarim al-Hawaj. Ihn verhafteten die saudischen Sicherheitskräfte, als er gerade 16 war, weil er an einem Protest in der Ostprovinz teilgenommen hatte, wo der Großteil der schiitischen Minderheitsbevölkerung lebt. Seit 2011 kommt es in der ölreichen Provinz im…..

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