Dies und das – Würgezange und unbemerkte Ohrfeigen

saker.de 2.1Liebe Dörfler, zieht eure besten Gewänder an, denn es gibt – so jedenfalls wirkt es TV Berichten zufolge – etwas zu feiern und zwar etwas Großes: Die „Made in China“ Phase ist Vergangenheit und „Reshoring“, also das Zurückholen der Produktion, ist angesagt. Märklin, das als tolles Beispiel genannt wurde, hat nicht nur die Fertigung komplett zurück geholt, sondern auch den Anteil chinesischer Teile auf ca. 10% gesenkt. Hurra!
Wären da nur nicht die Sägespäne, die heutzutage bei Feiertags-Torten üblich zu sein scheinen. Aber nun ja, wo gehobelt wird, da fallen eben Späne – oder im Fall Märklin ca. 75% der Belegschaft. Wo einst 2000 Menschen ihren Lebensunterhalt verdienten, arbeiten heute gerade noch um die 500.

Oder anders ausgedrückt: Die Produktion in China wurde durch eine noch profitablere ersetzt. Einige erzählen es sogar stolz: „Wir können Dank automatisierter Fertigung genauso billig wie die Chinesen produzieren und dabei hier sogar noch die Standort-Vorteile genießen“. Wobei „Standort-Vorteile“ allerlei umfasst, angefangen von „lästige teure Transportwege und damit verbundene Verzögerungen entfallen weitestgehend“ bis hin zu Vergünstigungen durch die öffentliche Hand, denn die zeigt sich natürlich spendabel, wenn mit Industrie-Ansiedlungen oder Wieder-Ansiedlungen oder gar mit Arbeitsplätzen gewunken wird.

Die Gewinner und Verlierer bei diesem bösen Spielchen sind dabei unverändert und klar sortiert. Die Aktionäre, Investoren und Unter…..

Kommentare sind geschlossen.