70 Jahre Nato: Das russische Außenministerium zieht eine vernichtende Bilanz

Bei der wöchentlichen Pressekonferenz des russischen Außenministeriums habe ich mich heute mehrmals heftig kneifen müssen. Nein, es war kein Traum: Die Sprecherin Maria Sacharova hat heute wirklich kein Blatt vor den Mund genommen.

Sie hat das Treffen der Nato-Außenminister in Washington zum 70. Jubiläum zum Anlass genommen, eine absolut schonungslose Bilanz der Nato-Geschichte zu ziehen und die heutige Nato-Politik in einer Deutlichkeit zu kritisieren, die ich von ihr so massiert noch nicht gehört habe. Diese absolut bemerkenswerte Erklärung zu den drei Themen „70 Jahre Nato“, „provokante Rede von Generalsekretär Stoltenberg vor dem US-Kongress“ und „Budget des US-Außenministeriums für 2020“ habe ich in einem Stück übersetzt, da sie in der Pressekonferenz auch direkt nacheinander folgten.

Beginn der Übersetzung:

Am 4. April 1949 wurde in Washington der Nordatlantikvertrag unterzeichnet, der den NATO-Block gegen die Sowjetunion schuf. Die Sowjetunion gibt es schon…..

…..passend dazu…..
Nato-Jubiläums-Treffen: Dehnt sich die Nato auf Südamerika aus?

Das Treffen der Nato zum 70-jährigen Jubiläum ist eine Show der kuriosen Meldungen, aber auch ein Hinweis, wohin die Reise gehen könnte.

Wenig überraschend ist, dass die Nato mal wieder die „russische Gefahr“ betont. Das muss sie auch, sie muss ja ihre Existenz irgendwie rechtfertigen. Dabei hat mir noch niemand erklären können, wie ein russischer Verteidigungshaushalt von 61 Milliarden die Nato mit Rüstungsausgaben von ca. 1.000 Milliarden gefährden soll.

Auch die Forderungen, Deutschland solle gefälligst endlich 2% seiner Wirtschaftsleistung für Waffen ausgeben, war vorhersehbar. Außenminister Maas, der sich die Vorwürfe die ganze Zeit anhören musste, kann einem fast leid……

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