US-Botschafter Grenell – „Wie ein Hochkommissar einer Besatzungsmacht“

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Diplomatie ist die Kunst des Ausgleichs, der gekonnten Vermittlung zwischen gegenläufigen, vielleicht sogar verhärteten Positionen. Ein guter Diplomat erkennt die Stärken und Schwächen der jeweiligen Partei und entwickelt Angebote, die im Idealfall für alle Beteiligten ohne Gesichtsverlust annehmbar sind. Fähigkeiten, die dem amerikanischen Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, seit 8. Mai 2018 offiziell im Amt, vollkommen abgehen. Nachdem es mit dem angestrebten Posten als UN-Botschafter nichts wurde, hat Donald Trump ihn als Wadenbeißer nach Berlin geschickt, damit er den aufmüpfigen Deutschen klar macht, wo sie eigentlich stehen, welche selbstständigen Aktionen die US-Administration den Kriegsverlierern zubilligt und welche nicht.

Grenells Präsentation als „Spitzendiplomat“ begann gleich an seinem ersten Arbeitstag mit einem frech-forschen Tweet, adressiert an die deutsche Wirtschaft. Noch Tage bevor er überhaupt dem Bundespräsidenten sein Beglaubigungsschreiben in die Hand gedrückt hatte, agierte der Emissär des amerikanischen Präsidenten forsch und anmaßend, indem er deutsche…..

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