Ob gegen Krisen oder Druckausübung: Warum kauften Notenbanken zuletzt so viel Gold?

Goldbarren© Sputnik / Pawel Lissitsyn

Die Notenbanken haben 2018 laut dem Bericht des World Gold Council weltweit so viel Gold gekauft wie seit 50 Jahren nicht mehr. Mit Blick auf die gesperrten venezolanischen Geschäfte und die Schuldenkrisen rückt das Edelmetall als wichtigster Indikator des Wohlstandes von Staaten und der Nachhaltigkeit der Landeswährung erneut ins Rampenlicht.

Eigentlich wurde der sogenannte Goldstandart, das letzte Gold-gedeckte Währungssystem, weltweit schon 1971 durch US-Präsident Richard Nixon aufgehoben, der damit den steinigen Weg zur Weltdominanz für das ungedeckte Papiergeldsystem bereitete. Trotzdem halten sich alle Notenbanken der Welt weiter an Goldreserven. Warum eigentlich? „Weil das Gold seit mehr als 5000 Jahren als Wertspeicher und Wertanker anerkannt ist“, betont der Finanzkrisenanalytiker Marc Friedrich. Erwartet man eine Krise oder soll das Papiersystem kollabieren, soll laut Friedrich jeder Notenbanker wissen, dass das Gold da helfen kann.

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Nach der Bankenkrise 2008 begannen die Notenbanken, wieder aktiv Gold zu kaufen. Der Goldpreis stieg dadurch von circa 846 Dollar Anfang 2008 auf mehr…..

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