Wie ein westlicher Agent Sozialisten für die „deutsche“ Kriegsschuld benutzte

Schon bald nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges rückten immer mehr revolutionäre Sozialisten in der SPD von deren Kriegszustimmung ab und machten eine kriegstreibende und -auslösende Rolle des Kaiserreichs geltend. Diese aus dem grundsätzlichen sozialistischen Argwohn gegen das „gesellschaftliche Amalgam“ aus Monarchie, Großgrundbesitz, Monopolkapital und Militär genährten Thesen wurden von westlichen Agenten befeuert und ausgenutzt, um entsprechende Bedingungen für den Versailler „Friedensvertrag“ zu schaffen. Die dort vor 100 Jahren fabrizierte deutsche Alleinschuld legte die Gleise für die nachfolgenden, für Deutschland noch verheerenderen Ereignisse.

Ab dem 5. August 1914 sammelte sich um Rosa Luxemburg die Gruppe Internationale, die auch der SPD eine wesentliche Mitschuld am Zustandekommen des Weltkrieges gab. 1915 rückten weitere SPD-Mitglieder von ihrer bisherigen Zustimmung zum Krieg ab. Vor allem Kurt Eisner glaubte sich nach dem Studium von Dokumenten kriegführender Staaten von einer kriegsauslösenden Rolle des Kaiserreichs überzeugt. „Die im April 1917 gegründete USPD forderte die sofortige Beendigung des Krieges und lehnte die Friedensresolution des Reichstags ab. Die ihr beigetretene Spartakusgruppe forderte im Dezember 1917 reichsweite Massenstreiks, um den „Völkermord“ zu beenden. Die deutsche Regierung habe den Krieg entfesselt, aber dieser sei Folge des gesamteuropäischen Imperialismus, den nur eine soziale Revolution stürzen könne.“ 1

Vorbereitende Propaganda in England

Der Krieg hatte eine lange Vorlaufzeit. Eine internationale negative Stimmung…..

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