«Es ist heuchlerisch und frech, nach dem Staat zu rufen»

Die Verlage wollen Plattformen wie Google oder Facebook für das Zeigen von Anrissen zur Kasse bitten. Am Dienstag diskutiert der Ständerat darüber. Andreas von Gunten von der Gesellschaft Digitale Schweiz kritisiert die Forderung scharf und sagt, welche Folgen sie für die Medien und das Internet hätte.

Herr von Gunten*, der Verband Schweizer Medien sagt, Netzaktivisten hätten sich von Plattformen wie Google instrumentalisieren lassen. Warum kämpfen Sie mit der Allianz faires Urheberrecht gegen das Leistungsschutzgesetz?
Nur schon, dass diese bösartige Unterstellung gemacht wird, zeigt doch, dass der Verband Schweizer Medien offenbar keine Argumente debattieren, sondern einfach neue Sonderrechte für sich durchsetzen will. Wir kämpfen gegen das Leistungsschutzrecht, weil es nicht wie versprochen dazu beiträgt einen hochwertigen Journalismus zu finanzieren, sondern die Grundlagen des Netzes zerstört und die Medienkonzentration fördert.
Internationale Plattformen zeigen Anrisse auf Inhalte von Medien. Diese wollen nun…

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