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Michael Cohen: “Ich habe gelogen, aber ich bin kein Lügner”

Von Peter Haisenko

Die Anhörung von Michael Cohen vor dem Ausschuss des US-Kongresses sollte eigentlich das Ziel haben festzustellen, wie glaubwürdig der ehemalige Anwalt von Donald Trump überhaupt ist, nachdem er bereits als Lügner entlarvt wurde. Tatsächlich wurde sein Auftritt von ihm selbst und den meisten demokratischen Teilnehmern für ein Tribunal gegen Trump missbraucht, inklusive des Vorsitzenden Elijah Cummings.

Cohen durfte in seiner schriftlich vorbereiteten und abgelesenen Eröffnungsrede den Präsident übelst beschimpfen, ohne vom Vorsitzenden gerügt zu werden. Er bezeichnete Trump als Lügner, Betrüger und Rassist. Das ist schon an sich originell, wenn ein bereits der Lüge Überführter vor weltweitem Publikum seinen Präsidenten in dieser Weise unbeanstandet verunglimpfen darf. Cohen selbst verstieg sich zu der Aussage, er habe zwar gelogen, sei aber kein Lügner (“I have lied, but I am not a liar”). Diese Aussage sollte wohl dem geneigten Publikum signalisieren, dass er jetzt nur noch die Wahrheit sagen werde. Das stellte sich schnell als die nächste Lüge….

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