Halt die Fresse, Google

Oops, something went wrong: Internetkonzerne kontrollieren immer stärker unseren Alltag und reden nun auch noch mit uns, als wären wir in der Grundschule.

uncuttippLeben im digitalen Kapitalismus heißt nicht nur eine Vervielfältigung und Beschleunigung der Kommunikation zwischen Menschen, sondern auch das Wohnen in einer Welt der penetranten und sprechenden digitalen Oberflächen. Die mensch-maschinellen Schnittstellen, die mir als Nutzerin einer Plattform, Verwenderin einer App oder Anbietung einer Dienstleistung begegnen, atmen meist den jovialen Geist und informellen Umgangston des Silicon Valley: „Your friends at Slack” unterschreibt meine virtuelle Teamworking-Plattform, „Great Progress!” lobt mich Airbnb, wenn ich mich durch die pädagogische schrittweise Erstellung einer Anzeige klicke, und „Jorinde, you have 2 new updates waiting for you”, erinnert mich beflissen die Job-Börse LinkedIn an meine Pflicht, mich für den Arbeitsmarkt bereit zu halten.

Die Interfaces, die zwischen mir und maschinellem Code vermitteln, sind also nicht mehr Systemmeldungen in Fachsprache oder Fenster für die Befehlseingabe. Sie sind programmiert, mich persönlich anzusprechen und suggerieren eine Art freundschaftliche, unterstützende Beziehung. Niedliche Piktogramme und ein leicht überschaubares, kindlich anmutendes Design kreieren eine Atmosphäre der Harmlosigkeit und des Spielerischen, nicht weit entfernt von der Ästhetik der Bilderbücher, die meine Kindergartenzeit begleiteten. Es ist ein weiter Weg von …..

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