Google als Kriegspartei

Mutterkonzern sperrt Youtube-Accounts von syrischen staatlichen Einrichtungen. Die Propaganda der »Opposition« hat hingegen freie Bahn.       Von Karin Leukefeld
 
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Gleiche Regeln für alle? Wer politische Inhalte hochladen darf, bestimmt Google anscheinend nach Gusto Foto: Dado Ruvic/REUTERS

Versucht man den Youtube-Kanal der Syrisch-Arabischen Nachrichtenagentur SANA aufzurufen, bleibt die Seite leer. Statt dessen erscheint ein Schriftzug der erklärt: »Dieses Konto wurde gekündigt, da es gegen die Youtube-Nutzungsbestimmungen verstoßen hat.« Auch andere staatliche Internetnachrichten aus Syrien sind seit Anfang September von der Sperre betroffen: Die Youtube-Kanäle des Präsidentenamtes, des Verteidigungsministeriums und des Fernsehsenders SAMA TV wurden abgeschaltet.

Eine offizielle Stellungnahme des US-Konzerns über die Zensurmaßnahme wurde von der russischen Nachrichtenagentur Sputnik News (Englisch) verbreitet. Auf Anfrage habe ein Youtube-Sprecher erklärt, dass die Firma »sich an alle geltenden Sanktionen und gesetzlichen Handelsbestimmungen« halte. Das gelte auch für »Inhalt, der von verbotenen Einrichtungen erstellt und hochgeladen«, d. h. auf Youtube veröffentlicht werde. »Wenn wir feststellen, dass ein Konto unsere Nutzungsbestimmungen oder Community-Richtlinien verletzt, schalten wir es ab.«

Die (von Katar finanziell unterstützte) britische Internetplattform The New Arab gab an, die in Taiwan…..

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