Neuer Ansatz für die Obdachlosenarbeit in Lissabon Wohnung zuerst

Was brauchen Wohnungslose am dringendsten? Eine Wohnung. Genau diese bekommen sie durch ‘Housing First’. Seit einigen Jahren revolutioniert ein neuer Ansatz die Obdachlosenarbeit in Lissabon. Er beruht auf der simplen Idee, Obdachlose mit dem für sie nötigsten auszustatten: Einer Wohnung. Sie bildet die Voraussetzung, alle anderen Probleme zu lösen, nicht umgekehrt. Nur so können Menschen wie der 53jährige Carlos, der 25 Jahren auf den Straßen der portugiesischen Hauptstadt lebte, wieder Fuß fassen. Seit einem Jahr lebt er in einer Wohnung, mitten in der Hauptstadt. Einfache Dinge wie die Tür hinter sich schließen und Duschen machen das Leben für ihn wieder lebenswert. Eine eigene Wohnung sei ‘doch die normalste Sache der Welt’, findet Carlos (1).

Auch Jaime schlief lange auf der Straße. Er machte einen Bogen um Notunterkünfte, weil sie ihm ‘zu dreckig’ waren und dort viel gestohlen werde. Wie Carlos erhielt auch er über das Projekt Housing First eine kleine Wohnung. Endlich hat er seinen ‘eigenen Raum mit eigenen Schlüsseln’ und….

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