Deutsche Außenpolitiker senden merkwürdige Signale nach Nahost

Präsident der Türkei Recep Tayyip Erdogan (l.) und Saudi-Arabiens König Salman ibn Abd al-Aziz Al Saud (Archiv)© AP Photo / Presidency Press Service

Die Strategie der deutschen Außenpolitik im Nahen Osten war immer, sich alle Optionen mit allen Akteuren offen zu halten, sich nicht zu sehr auf eine Seite zu schlagen. Nun haben zwei führende deutsche Außenpolitiker mit öffentlichen Äußerungen für Verunsicherung bei zwei der wesentlichen Regionalmächte gesorgt, ob diese Maxime noch gültig ist.

In Riad und Ankara ist man hellhörig geworden. Normalerweise schätzt man dort die seit Jahrzehnten eingeübte Praxis bundesdeutscher Außenpolitik, sich in der politisch verminten Region des Nahen Ostens nicht ohne Not auf eine Seite zu schlagen. Damit hat sich Berlin in der Vergangenheit immer Handlungsoptionen und Gesprächskanäle in alle Lager offen gehalten. Das ist in dieser Region vor allem deshalb beachtlich, weil Deutschland in einem Punkt sehr festgelegt und….

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