Archiv für Wirtschaft/Konzerne/Monopole

Der Kapitalismus frisst seine Kinder

Um den Burschen geht’s beim Streit zwischen der EU und Google. Und es geht auch um ein wenig mehr als “nur” Android… Foto: Maurizio Pesce from Milan, Italy / Wikimedia Commons / CC-BY 2.0

4,34 Milliarden Euro Strafe, das ist mal eine Ansage seitens der EU! Doch wird man den Eindruck nicht los, als wolle die EU nicht etwa den Internet-Giganten Google treffen, sondern dem seltsamen Handelskrieg, den der ebenso seltsame Donald Trump losgetreten hat, ein neues Kapitel hinzufügen. Hintergrund ist der Vorwurf, Google würde nicht genug Konkurrenz im Bereich mobiler Betriebssysteme für Smartphones zulassen.

Genauer gesagt geht es um das Betriebssystem „Android“, das von den meisten Smartphone-Herstellern genutzt wird, die keinen angebissenen Apfel im Logo tragen. Für die Handy-Hersteller ist „Android“ eine gute Sache, denn die Nutzung von „Android“ ist für sie kostenlos, unter der Voraussetzung, dass insgesamt 11 Google-Apps mit installiert werden. Das sind die Apps, die standardmäßig auf jedem neuen Android-Handy installiert sind. Dies lässt in der Tat wenig bis keinen….

Reisebericht: Wie JEFTA in Japan gesehen wird

Vor gut einer Woche stimmten die Regierungen der EU-Mitgliedstaaten – darunter die deutsche Bundesregierung – dem umstrittenen JEFTA-Handelsabkommen mit Japan zu. Gestern wurde das Abkommen symbolisch unterzeichnet. Anfang Juli war ich unterwegs in Tokio, um mich mit der japanischen Zivilgesellschaft auszutauschen und unsere Kritik an dem Abkommen dort zu verbreiten. Es war ein wichtiger Austausch, der die Bewegungen auf beiden Seiten stärkt und voranbringt.

Max Bank von LobbyControl beim Vortrag zu JEFTA in Tokio in den Räumlichkeiten unserer Bündnispartner vom Pacific Asia Resource Center (PARC).

Max Bank von LobbyControl beim Vortrag zu JEFTA in Tokio in den Räumlichkeiten unserer Bündnispartner vom Pacific Asia Resource Center (PARC).

JEFTA in Japan: Noch krassere Geheimniskrämerei

Während sich in Europa die politische Auseinandersetzung um JEFTA zuspitzte und die Frage der Wasserversorgung hochkochte, war davon in Japan sehr wenig zu spüren. Öffentliche Aufmerksamkeit haben Handelsabkommen dort so gut wie…..

Durst nach Profiten

Handelsabkommen JEFTA unterzeichnet

RTS1988Z.jpgWo Wasser eine Ware ist, geht die Qualität den Bach runter: Jean-Claude Juncker (Tallinn, 30.6.2017) Foto: Ints Kalnins/Reuters

Bald könnte in Deutschland das Wasser knapp werden. Nicht, weil es davon plötzlich weniger gibt. Sondern? Weil es zum Geschäftsobjekt werden soll. Und wo zum urmenschlichen Bedürfnis nach dem Lebenselixier der Durst nach Profiten kommt, ziehen die Kosten wie von Gotteshand an. So gebietet es die allmächtige Marktwirtschaft und der Bürger hat es zu schlucken. Überall, wo Wasser schon eine Ware ist, geht die Qualität den Bach runter und der Preis steil nach oben – in Portugal fast um das Vierfache. In England und Wales macht es sich tatsächlich rar: Wegen maroder Leitungen versickern 20 Prozent im…..

Umfrage: Werbung in sozialen Netzwerken oft nur schwer erkennbar

Fast die Hälfte der Nutzer hat laut einer Umfrage auf sozialen Netzwerken Probleme, Werbung von anderen Inhalten zu unterscheiden,

https://heise.cloudimg.io/width/700/q75.png-lossy-75.webp-lossy-75.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/2/4/6/5/0/3/3/urn-newsml-dpa-com-20090101-131217-99-05711_large_4_3-4e9a9566f8dda96d.jpeg(Bild: dpa, Daniel Reinhardt)

Viele Nutzer sozialer Netzwerke haben einer Studie des Digitalverbands Bitkom zufolge Schwierigkeiten, zwischen Werbung und inhaltlichen Beiträgen zu unterscheiden. 48 Prozent der Befragten gaben demnach in der repräsentativen Studie an, die Inhalte nicht genau zuordnen zu können. Unter den jüngeren Nutzern im Alter von 14 bis 29 Jahren seien es sogar 56 Prozent, teilte der Bitkom am Montag mit. Werbung generell finden demnach 60 Prozent der Nutzer in Deutschland in sozialen Netzwerken in Ordnung, wenn die……

Putin baut Wirtschaftsmacht auf

Wolkenkratzer Moskau / Quelle_ Pixabay, lizenzfreie Bilder, open library: https://pixabay.com/de/moscow-city-moskau-wolkenkratzer-3496460/Wolkenkratzer Moskau / Quelle_ Pixabay, lizenzfreie Bilder, open library: https://pixabay.com/de/moscow-city-moskau-wolkenkratzer-3496460/

Russland legt unter Putin eine rasante ökonomische Aufholjagd hin. Der Bildungsgrad der Bevölkerung ist hoch, die Industrie verfügt über hohes Know-how.

Die Welt blickt nach Russland. Kaum einer kann sich dem Medienspektakel um die Fußballweltmeisterschaft entziehen. Aber auch für denjenigen, der nach günstigen Investments Ausschau hält, ist Russland zurzeit die erste Adresse.

Denn feststeht, die US-Aktienmärkte sind extrem überbewertet. Das zeigen alle bewährten Kennzahlen der Fundamentalanalyse. Viel besser dagegen sieht es am russischen Aktienmarkt aus.

So beträgt das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der US-Börse 22,4 – das KGV der russischen Börse hingegen nur 7,9. Alle anderen Indikatoren bestätigen diese geradezu spiegelbildliche Situation.

Die Warren-Buffett-Methode

Das Erfolgsrezept langfristig orientierter Anleger basiert auf der Fundamentalanalyse. Im Kern besagt diese, dass Sie günstig bewertete…..

Hintergrundanalyse: Trumps Handelskrieg ist nichts Neues

Der Wirtschaftskrieg der Regierung Trump ist ein durchdachter Angriff auf Freund und Feind gleichermaßen. Russland, China, Iran und Venezuela werden genauso mit Strafzöllen belegt wie die EU. Das einzig Neue daran ist ein amerikanischer Präsident, der Tweets als Waffe dafür nutzt, seine Gegner aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Spätestens seit den 1970er-Jahren arbeitet Washington mit einer derartigen Taktik: Die Wirtschaft des Gegenübers wird als Geisel genommen und destabilisiert. Dabei geht es nicht so sehr darum, eine globale Dominanz amerikanischer Waren zu erzwingen, sondern vielmehr darum, den Status des US-Dollar als weltweiter Leitwährung zu bewahren. Seit dem 15. August 1971, also seit fast fünf Jahrzehnten, nutzen Washington und die Wall Street ihre Dominanz, um der Welt……

Sind Sie für den nächsten Ölschock bereit?

Raffinerie

Sollte es tatsächlich zu einem Krieg gegen den Iran kommen, würden die Ölpreise extrem in die Höhe schießen. Eine Verdreifachung der aktuellen Preise ist hierbei durchaus möglich.

Größere Kriege im Nahen Osten waren schon öfter die Ursache für Probleme bei der globalen Ölversorgung. Immerhin ist die Region für rund 40 Prozent der weltweiten Ölexporte verantwortlich und ein größerer Konflikt dort sorgt gewöhnlich für Preisanstiege. Das wäre auch bei einem (von Israel und US-Neocons favorisierten) Krieg gegen den Iran der Fall, der angesichts der aggressiven Politik Washingtons und Jerusalems durchaus bald schon starten könnte.

Immerhin kann die islamische Republik mit Leichtigkeit den…..

Eine Nation, aufgebaut auf Lügen (Teil 2)

Sag die Wahrheit. Oder lüge wenigstens nicht.“ – Jordan Peterson

Die realitätsbezogene Einschätzung von Peterson über unser kaputtes Gesellschaftssystem hat die Social Justice Warrior und die Medienpropagandisten erzürnt, deren Erzählungen auf Lügen basieren, auf Fehlinformationen, gefälschten Nachrichten und einer geschmeidig dumm gemachten Bevölkerung, die von ihren Techno-Geräten abgelenkt ist. Die Machenschaften des Tiefen Staats (die Verschwörung der Wall Street, die Fed, gekaperte Politiker, dubiose Milliardäre, der militärische Industriekomplex, die Überwachungsagenturen, die Konzernmedien) sind darauf angewiesen, dass die Massen ihre Lügen glauben und ihren nachweislich falschen Erzählungen bedingungslos vertrauen.

Die Wahrheit zu sagen und diese falschen Narrative mit Fakten zu zerstören, ist der einzige Weg, um diejenigen zu bekämpfen, die sich für die Seite des Bösen entschieden haben. Das Schweigen angesichts ihrer Lügen erlaubt es der Tyrannei, sich unaufhaltsam auszudehnen und das Vakuum zu füllen, das der Mangel an mutigen Verbreitern der Wahrheit hinterlassen hat.

Die Kräfte der Tyrannei gewinnen. Unsere Bank-, Finanz-, Politik- und Medienstrukturen sind durch Korruption zerstört und werden von „wenigen“ Insidern kontrolliert, zum Wohle ihrer selbst und ihrer Kumpane. Smedley Butler sagte, dass der Krieg ein Drecksgeschäft war, aber heute ist jede Institution ein Drecksgeschäft, mit einem korrupten und mächtigen Kader aus bösen Männern, die auf Kosten der Vielen den Reichtum ernten. Ihre Geschäfte basieren auf nichts als Lügen und der anhaltenden, glückseligen Ignoranz der Massen gegenüber ihren kriminellen Aktivitäten.

Die dunkle Seite der menschlichen Natur ist voll zum Vorschein gekommen, als das Land von jenen Organisationen gekapert wurde, die von Psychopathen wie Brennan, Clapper, Comey, Soros, Dimon, Bernanke, Paulson, Rubin, Zuckerberg, Bezos und einer Menge weniger……

Chinas Handelsministerium fordert Import von Waren aus anderen Ländern statt aus den USA

Chinas Handelsministerium fordert Import von Waren aus anderen Ländern statt aus den USADas chinesische Handelsministerium hat die Unternehmen des Landes aufgefordert, anstelle aus den USA aus anderen Ländern Produkte zu importieren.

Das Ministerium gab am Mittwoch in einer Erklärung bekannt, chinesische Unternehmen müssten als Gegenwehr gegen den Handelskrieg der USA, schrittweise ihre Importstruktur verändern und Ölkerne, Soja, Meeresprodukte und sogar Autos aus anderen Ländern importieren.

In der Erklärung hieß es, Peking begrüße ausländische Investitionen in…..

China verspricht 20 Milliarden US-Dollar Kredite für Nahen Osten und Hilfe für Palästina

Bildergebnis für Pepe Escobar: China's Silky Charming Of ArabiaPhoto: AFP/ Wang Zhao
Peking hat ein Paket von 20 Milliarden US-Dollar an Krediten und etwa 106 Millionen US-Dollar an finanzieller Hilfe für die Länder im Nahen Osten, einschließlich Palästina, vorbereitet, berichtet Reuters.

Die Entscheidung wurde in Peking bei einem Treffen zwischen Präsident Xi Jinping und Vertretern von 21 arabischen Nationen bekannt gegeben. Die Finanzhilfe von China für den Nahen Osten ist Teil des “Oil and gas plus”-Modells zur Wiederbelebung des Wirtschaftswachstums in der Region, erklärte Xi. Mehr….

»Wir verdienen alle recht gut in China«

Peking: Bild: giggel / CC BY 3.0

Beim Treffen von Kanzlerin Merkel und Ministerpräsident Li Keqiang geht es um Positionen in der internationalen Konkurrenz in Zeiten, in denen im globalen Kapitalismus die Karten von Tag zu Tag lauter neu verteilt werden: zwischen China, den USA, Europa. Ein OXI-Überblick.

»Bei den 5. Deutsch-Chinesischen Regierungskonsultationen in Berlin haben sich Bundeskanzlerin Merkel und Ministerpräsident Li Keqiang auf eine noch engere Zusammenarbeit geeinigt«, so verlautet aus dem offiziellen Berlin. »Die Delegationen unterzeichneten mehr als 20 Regierungsvereinbarungen und Wirtschaftsabkommen.« Dass die Pekinger Behörden am Tag nach der Erklärung die seit acht Jahren unter Hausarrest stehende Witwe des Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo ausreisen lassen, wird man sicher auch in diesen Zusammenhang stellen.

In der Presse ist das Spitzentreffen zwischen China und der BRD bisher noch…..

Neue Liste mit möglichen Strafzöllen – China «geschockt»

Im Handelskonflikt mit China haben die USA eine weitere Liste mit möglichen Strafzöllen auf Waren im Wert von 200 Milliarden Dollar vorgelegt. China hat «geschockt» auf die Pläne der USA reagiert.
Unsichere Zeiten für den Welthandel: Ein Transportschiff in New Orleans, USA.
Unsichere Zeiten für den Welthandel: Ein Transportschiff in New Orleans, USA.
Bild: Bloomberg

US-Präsident Donald Trump habe ihn beauftragt, den Prozess zur Einführung neuer Strafzölle zu beginnen, teilte der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer am Dienstagabend (Ortszeit) mit. Der Anhörungsprozess vor einem möglichen Inkrafttreten der Massnahme soll demnach bis Ende August dauern. Vorgesehen seien Zölle in Höhe……

Weltwirtschaft: Es geht ans Eingemachte

Die Zentralbank ist de facto der führende Aktionär von Sapporo Holdings, Aeon, Tokyo Dome und Nippon Sheet Glass.

Wie der Nikkei Asian Review vor Kurzem berichtete, ist die Bank of Japan (BoJ) inzwischen im Besitz von 40% der Aktienanteile der im Index gelisteten Unternehmen. Damit befindet sich die BoJ unter den Top-10-Shareholdern. In den letzten acht Jahren hat die BoJ 25 Billionen Yen (ca. 192 Milliarden Euro) für Aktien ausgegeben. Japans Zentralbank ist aktuell bei 1.446 von 3.735 an der Japan Stock Exchange gelisteten Firmen Anteilseigner.

Inzwischen ist aber selbst den Zentralbankern in Tokyo die Angelegenheit nicht mehr geheuer, wie der Governor der BoJ, Kurado, öffentlich zugab. So sieht er ernsthafte “Nebenwirkungen” aufkommen, die den gesamten Finanzsektor belasten könnten, wenn weiterhin Zentralbankgeld in die Märkte gepumpt wird. Das Board-Mitlied der BoJ, Yutake Harada, unterstrich……

SPENGLER: Ein Handels-Sitzkrieg, kein Blitzkrieg

David P. Goldman erwartet, dass sich China „auf einen intensiveren Handelskrieg vorbereiten“ wird, indem es alternative Lieferketten und High-Tech-Lösungen aufbaut, die chinesische Währung in ruhiger Weise als Handelswährung einsetzt und das einheimische Bankensystem gegen mögliche Schocks wappnet.

Dieser Handelskrieg wird wahrscheinlich nicht dem Ersten Weltkrieg ähneln, als die gegnerischen Mächte alles, was sie hatten, in die ersten Wochen des Kampfes warfen. Er ähnelt eher dem Zweiten Weltkrieg, als der „seltsame Krieg“ oder „Sitzkrieg“ mehr als ein Jahr andauerte, ehe Deutschland in Frankreich einmarschierte.

Chinas Reaktion auf die Trump-Zölle ist begrenzt, und dies verständlicherweise. Seine Position ist……

Anti-Trump-Troika: Peking, Tokio und Delhi schließen Bündnis gegen Washington

US-Präsident Donaldd Trump tritt bei einer Veranstaltung in White Sulphur Springs, West Virginia, auf© REUTERS / Leah Millis

Trumps Strategie, die USA durch Druck, Drohungen und Sanktionen gegen andere Länder stark zu machen, geht offenbar mächtig in die Hose. Nicht nur, dass Amerikas größte Gegner im globalen Handelskrieg – China und die EU – noch lange nicht aufgeben wollen. Jetzt verbünden sich auch noch deren Partner in Asien gegen den US-Präsidenten.

Präsident Trump macht das Unmögliche möglich: Obwohl Pekings asiatische Konkurrenten – Tokio und Delhi – die chinesische Führung wegen ihrer Ambitionen in der Region nicht gerade mögen, erklären sie sich bereit, mit den Chinesen gemeinsame Sache in der Handelspolitik zu machen. Die US-Führung verliert…..

FBI und Börsenaufsicht ermitteln gegen Facebook

Die Ermittlungen gegen Facebook wegen des Datenskandals sind in den USA deutlich ausgeweitet worden. Es ist aber unklar, ob möglicherweise Anklage gegen das soziale Netzwerk erhoben wird.

Droht Facebook-Chef Mark Zuckerberg nun eine Anklage durch die US-Justiz?(Bild: Leah Millis/Reuters)

Der Umgang von Facebook mit der unzulässigen Weitergabe von Nutzerdaten beschäftigt inzwischen weitere US-Behörden. Nach Angaben der Washington Post beteiligen sich die US-Bundespolizei FBI, die Börsenaufsicht SEC und das US-Justizministerium an den Untersuchungen im Zusammenhang mit dem Datenskandal um die Analysefirma Cambridge Analytica. Die Zeitung beruft sich in ihrem Bericht auf fünf Personen, die namentlich nicht genannt werden…..

Geheimnis des Präsidenten

Offener Widerspruch: Donald Trump fordert Senkung des Ölpreises, verknappt aber künstlich die Fördermenge durch Iran-Boykott

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Indien nimmt rund ein Fünftel der iranischen Ölexporte ab: Tankwaggons in einem der Außenbezirke von Kolkata

Sie schlägt ungebrochen hohe Wellen, die Forderung der US-Administration, alle Staaten weltweit sollten ihre Erdölimporte aus Iran bis Anfang November auf null herunterfahren. Die Androhung drastischer US-Sanktionen steht weiter im Raum. Seit das Geheiß Washingtons vergangene Woche öffentlich bekannt wurde, dauert die Debatte darum an – kein Wunder, denn betroffen sind nicht nur das ökonomische und politische Schicksal Irans, sondern auch Weltwirtschaft und Weltpolitik. Inzwischen haben sich mehrere Länder in der Sache offen positioniert. Andere hingegen halten sich noch bedeckt.

Klar Stellung bezogen haben die großen Konzerne der EU. Total und Shell, die italienische Eni und Hellenic Petroleum sowie die zwei größten spanischen Ölfirmen, Repsol und Cepsa, haben ihre Öleinfuhren aus Iran entweder bereits eingestellt oder werden das auf jeden Fall bis Anfang November tun. Der Grund ist einfach: Sie selbst oder doch zumindest die Banken, die ihre Importe aus Iran zwischenfinanzieren, machen größere Geschäfte in den USA und haben dort viel….

Trump: EU erlaubt sich “scheußliche Dinge” gegenüber USA

US-Präsident Donald Trump© REUTERS / Jonathan Ernst

US-Präsident Donald Trump hat laut Fox News geäußert, dass sich die Europäische Union im Handel nicht besser als China benehme.

In einer Live-Sendung von Fox News wurde Trump gefragt, ob die europäischen Verbündeten in die Verhängung von Handelsmaßnahmen gegen China einbezogen werden müssten.

Die Europäische Union sei genauso schlecht wie China, nur etwas weniger, sagte Trump laut RIA Novosti. „Sie machen mit uns scheußliche Dinge: Sie liefern uns Mercedes aber wir können ihnen keine Autos liefern. Schauen Sie, was sie mit unseren Farmern machen – sie wollen keine landwirtschaftliche Produktion von uns“, so Trump.

Er erinnerte daran, dass das Handelsprofizit der EU gegenüber den USA 150 Milliarden US-Dollar jährlich übersteige. Dabei betonte Trump, dass er die „Europäische Union……

Uganda führt “Facebook-Steuer” ein: Mobile Nutzung sozialer Medien kostet Geld

…wenn es der Staat nicht bei den Konzernen holt, wird es wohl früher oder später bei uns allen einkassieren…..

Uganda hat eine neue Steuer für die Nutzung sozialer Medien über Mobiltelefone eingeführt. Seit diesem Sonntag müssen die Handy-Nutzer, die Anwendungen wie Facebook, WhatsApp, Twitter, Instagram oder Skype aufrufen, pro Tag eine kleine Gebühr zahlen. Davon erhofft sich der Staat jährliche Einnahmen von umgerechnet 310 Millionen Euro – das entspricht etwa vier Prozent der jährlichen Ausgaben der Regierung.

Ab sofort muss jeder Ugander, der über das mobile Internet……

Wenn Spekulanten Staaten verklagen

Mit dem Energiecharta-Vertrag können Firmen Staaten verklagen, wenn sie glauben, ihre Investitionen im Energiegeschäft seien nicht geschützt worden. Eine Studie dokumentiert, wie sich daraus eine moderne Art der Wegelagerei entwickelt hat. Auch die Schweiz hat den Vertrag ratifiziert.

Raffinerie im baskischen Muskiz: Wer sich vom Öl verabschieden will, muss mit hohen Strafen rechnen. Foto: Mikel Bilbao, Redux / Laif

Der Report trägt den Titel «Ein Vertrag, sie alle zu knechten». Das klingt polemisch, doch wenn man das neunzig Seiten starke Papier liest, wird einem mulmig. Es geht um den Energiecharta-Vertrag (Energy Charter Treaty, ECT). Publiziert wurde die Studie von den beiden europäischen Nichtregierungsorganisationen Corporate Europe Observatory und Transnational Institute. Sie beschreibt, wie der ECT entstanden ist und wie er heute funktioniert.

Es begann nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Die Energiemärkte…..