Archiv für Syrien

Syrien: Die Privatisierung des Krieges

Trotz aller Geheimhaltung und Desinformation, welche den Vorfall umrahmen, besteht inzwischen kein Zweifel mehr darüber, dass ein amerikanischer Luftschlag diese Woche in Syrien eine bisher unbekannte Anzahl von Russen getötet hat. Ramon Schack bringt etwas Licht ins Dunkel der Hintergründe für die Schweigsamkeit auf allen Seiten.

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Gerüchte kursieren, wonach über 200 russische Staatsbürger, die unter anderem als Söldner auf der Seite der syrischen Regierung kämpften, dem US-Angriff zum Opfer fielen.

Sollten sich diese hohen Opferzahlen bestätigen, dann handelt es sich um den tödlichsten Zusammenstoß zwischen Staatsangehörigen Russlands und der USA seit dem Ende des Kalten Krieges. Die offiziellen Reaktionen in Moskau und Washington, nämlich den Vorfall weder zu bestätigen noch als Falschmeldung zu entlarven, lassen darauf schließen, wie explosiv die Ausgangslage ist, beziehungsweise welche Geheimhaltungsstufe hier angewandt wird.

Einig im Schweigen, waren Russen und Amerikaner darum bemüht, jede…..

Israelischer Angriff auf Syrien erhöht Gefahr eines umfassenden Krieges im Nahen Osten

Zu den Opfern der israelischen Luftangriffe auf Militäreinrichtungen in Syrien am Samstag gehörten Berichten zufolge auch iranische Militärangehörige, die mit der Regierung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad zusammenarbeiten. Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu machte deutlich, dass seine Regierung bei den Angriffen bewusst iranisches Militär ins Visier genommen hat.

Als Rechtfertigung für die Luftangriffe gab er das Eindringen einer unbemannten iranischen Drohne nach Israel an.

Als Reaktion auf die israelischen Luftangriffe hat die syrische Armee einen israelischen F-16-Jet abgeschossen, nachdem sie mehr als 20 Flugabwehrraketen abgefeuert hatte. Die Piloten retteten sich per Schleudersitz.

Israel hat zwölf der wichtigsten Flugabwehrstellungen des Landes….

…..passend dazu…..
Israel verwickelt sich immer tiefer in den Syrienkrieg – Luftangriffe auf iranische Ziele in Syrien

Mit einer Reihe von Luftangriffen auf iranische Ziele in Syrien, antwortete die israelische Armee auf die Verletzung ihres Luftraums durch eine iranische Drone. Damit ist Israel tiefer in den Konflikt verwickelt als je zuvor.

Es war kurz nach 4 Uhr morgens in Israel, als eine iranische Drone den Luftraum Israels verletzte und so der Regierung Netanjahu den Vorwand gab, einen schweren Schlag gegen iranische Ziele auszuführen. Die Drone wurde von einem israelischen Apache Helikopter in der nähe von Beit Shean abgeschossen. Damit hat Israel einen Beweis und einen Grund, um ganz offiziell in Syrien einzugreifen. Das ist immerhin….

Was die Berichterstattung über den Syrienkrieg verschweigt

Bildergebnis für syrien krieg© epa/Maysun/Archiv

Was der Öffentlichkeit in den Vereinigten Staaten (VS) in Berichten der Nachrichtenkanäle verschwiegen wird ist, daß der Sturz der syrischen Regierung, mit dem die VS-Regierung im Jahr 2012 begonnen hat, seitdem durch die Unterstützung, Ausbildung und Bewaffnung der vielen von Al-Qaida angeführten Jihadistengruppen in Syrien geschieht – Jihadistengruppen, welche die dortige Herrschaft von Al-Quaida ausnahmslos akzeptieren. Ohne Al-Qaida in Syrien wären die VS, bei ihren Bemühungen die Regierung von Bashar al-Assad (der im Jahr 2014 in einer international beobachteten demokratischen Präsidentschaftswahl 89% der Stimmen für eine weitere Amtszeit erhielt) zu stürzen, ihrem Ziel kaum einen Schritt näher gekommen. Mit Al-Qaidas Hilfe haben sie es jedoch fast erreicht. Ende 2016 hat Amerika sogar Rußland aufgefordert die Bombardierung von Al-Qaida und deren verbündete Jihadistengruppen in Syrien einzustellen, aber Rußland weigerte sich. Das war eine große Klemme für die jahrelangen Verhandlungen von Kerry und Lawrow. um einen Waffenstillstand. Kerry konnte Präsident Obama nicht von Rußlands (Putins) Beharrlichkeit bei der fortgesetzten Bombardierung von sowohl ISIS als auch Al-Qaida überzeugen. Obama hat darauf bestanden: Keine Bomben auf Al-Qaida.

Später dann, als die Bemühungen um den Sturz der syrischen Regierung während des Jahres 2016 gescheitert sind, haben sich die VS (kurz vor dem endgültigen Ende der Obama-Administration) das Ziel gesetzt die Kurden in Syrien zu unterstützen, die dort ein Kurdistan errichten……

Eine neue Dimension des Krieges in Syrien?

Nach dem Abschuss eines israelischen Kampfjets durch Syrien spitzt sich der Konflikt zwischen Israel und Iran zu. Sollte Iran nun die Hisbollah von der Leine lassen, könnte sich die gesamte Region in einen Feuerball verwandeln

Ein israelischer Kampfjet F16Ein israelischer F16-Kampfjet ist von einer syrischen Rakete abgeschossen worden /picture alliance

Es war für die israelische Luftwaffe eine extreme Herausforderung. Ihr Vergeltungsangriff nach dem Einfliegen der iranischen Drohne musste mit größter Präzision geflogen werden. Denn die syrische Luftwaffenbasis Tiyas, auch als T-4 bekannt, wird nicht nur von den Syrern, sondern auch von der russischen Luftwaffe und von iranischen Einheiten genutzt. Vor allem aber musste Israel verhindern,….

 

Als Reaktion auf Luftschläge: Syrien schießt israelische Militärjets an

Luftabwehr in Syrien (Symbolbild)© AP Photo/ File

Die syrische Luftabwehr hat einige israelische Jets angeschossen, die Militärobjekte der syrischen Armee im Zentrum des Landes angegriffen haben. Dies berichtete die staatliche Nachrichtenagentur SANA unter Vereis auf eine Armeequelle.

„Am heutigen Morgen haben gegnerische Flugzeuge Israels erneut eine Aggression unternommen und eine Militärbasis im Zentrum des Landes angegriffen. Unsere……

US-Vorgehen in Syrien: Bombenangriffe für lukrative Geschäfte

Öl in Syrien© AFP 2018/ Alice Martins

Die USA versuchen, die verstaatlichten Fabriken und Öl- und Gasvorkommen zurückzubekommen, schreibt die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ am Freitag.

Das Zentralkommando der Vereinigten Staaten (CENTCOM) berichtete, dass dieser Schritt eine Antwort auf einen „nicht provozierten Angriff“ der syrischen Proregierungskräfte gegen das Stabsquartier der Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) gewesen sei, wo sich zu diesem Zeitpunkt US-Militärberater und Aufklärer befunden hätten. Die syrische Führung bezeichnete dieses Vorgehen als „Aggressionsakt“.

Das syrische Fernsehen zeigte Aufnahmen der US-Bombenangriffe gegen die Kräfte der syrischen Volkswehreinheiten. Damaskus berichtete, dass die USA das Gebiet zwischen den Ortschaften Hscham……

Russland nach US-Bombenmassaker gegen Regierungsmiliz: US-Präsenz in Syrien ist „illegal

Russland hat die USA daran erinnert, dass ihre Präsenz in Syrien illegal ist, nachdem die Koalition regierungsfreundliche Milizen angegriffen hatte. Washington pocht auf ein Recht auf „defensive“ Angriffe – und will Frieden „aus einer Position der Stärke“.

Die US-Präsenz in Syrien ist „eigentlich illegal“, erinnerte der russische UN-Botschafter am Donnerstag bei einer Klausurtagung des UN-Sicherheitsrates seine westlichen Amtskollegen. „Niemand hat Sie dorthin eingeladen“, sagte Wassili Nebensja und betonte, dass ein hart geführter……

Syrien: Homs 06.02.2018 es geht aufwärts

Homs 06.02.2018 es geht aufwärts, große Teile des von den Terroristen zerstörten Souks in der Altstadt Hamidiya in Homs konnten mit Hilfe der syrischen Regierung wieder aufgebaut werden und die ersten Läden haben auch hier wieder eröffnet. Es hat mich sehr gefreut, dass zu erleben. Auch in anderen Teilen des Marktes wird fleißig aufgebaut. Die syrische Regierung hat bereits alle Läden mit neuen Aluminium Rolltoren ausstatten lassen.
Das Leben kehrt zurück.

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Bild könnte enthalten: im FreienVia Marco Glowatzki

Einverständnis unter den Syrern in Sotschi von Thierry Meyssan

Wenn der Kongress des nationalen syrischen Dialogs den Konflikt auch noch nicht geregelt hat, verscheuchte er jedoch die Splittergruppen, die behaupten, die Syrer im Namen des Westens zu vertreten. Er hat auch einen von den Vertretern von fast allen Syrern verabschiedeten Konsens geschaffen und die Schaffung einer Verfassungskommission beschlossen. Die Grundlagen des Friedens wurden gelegt, aber ohne die westlichen Länder.

JPEG - 30.5 kBZum ersten Mal seit Beginn des Konflikts im Jahr 2011 hat in Sotschi eine Konferenz stattgefunden, die 1500 syrische Delegierte jeglicher Herkunft, Glaubensbekenntnisses und fast aller politischen Meinungen versammelte: der Kongress des nationalen syrischen Dialogs.

Diese Initiative des Präsidenten Wladimir Putin wurde unter die Schirmherrschaft von Iran, Russland und der Türkei gestellt [1]. Sie ist von den anderen in dem Krieg involvierten Mächten verunglimpft, ja sogar abgelehnt worden, aber ohne Angabe von Gründen. In der Tat, die Idee einer inner-syrischen Konferenz würde sie von dem Friedensprozess ausschließen.

Vertritt der Kongress die Minderheiten?

Viel Druck wurde von den Befürwortern des Krieges ausgeübt, damit dieser Kongress nicht repräsentativ für die Bevölkerung Syriens ist. In den Köpfen der Ausländer, einschließlich der Russen, ist Syrien die Heimat von Minderheiten, die nach Autonomie streben. Dies wäre der Fall bei den Kurden und den…..

Frontabschnitt des imperialen Krieges

Hier wird deutlich, um was es in Syrien tatsächlich geht; Syrien ist ein Frontabschnitt des imperialen Krieges. Klick Bild für grösser und Quelle.

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Diese Karte kursiert seit einigen Tagen durch die Medien, sie soll die aktuelle Verteilung US-amerikanischer und russischer Militärbasen in Syrien zeigen. Während die russischen Truppen völkerrechtlich legal in Syrien stationiert sind, handelt es sich bei den USA um einen völkerrechtswidrigen Einmarsch in ein souveränes Land.

Syrische Armee geht aus mehreren Richtungen gegen ISIS-Tasche in Nordwestsyrien vor

Wie die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA und inoffzielle Quellen mitteilten, ist die syrische Armee am gestrigen Montag von verschiedenen Seiten weiter in die ISIS-Tasche im Dreiländereck der Provinzen Idlib, Aleppo und Hama vorgerückt.

Während die syrische Armee weiter wie in den letzten Tagen auch von Süden her kommend die ISIS-Tasche verkleinert hat, ist sie gestern auch von Norden her kommend rund fünf Kilometer nach Süden vorgerückt, und möglicherweise gibt es auch noch einen westlichen Angriffsverketor der Armee. Die dabei bestätigten Geländegewinne der syrischen Armee gestern hat @EmmanuelGMay mit roten Kreisen auf einer Karte übersichtlich markiert.

Wie das russische Verteidigungsministerium vor einigen Wochen erklärte, sollen es nicht einmal 1500 Terroristen sein, die versuchen, die mehr als 1000 Quadratkilometer große……

USA scheren sich schon lange nicht mehr um Völkerrecht

Die USA scheren sich schon lange nicht mehr um Völkerrecht. Die UNO schweigt kritikfrei: Auf der Karte sind 11 der illegalen US-Militärbasen auf syrischen Territorium zu sehen, die Syrien gehören und für die die USA keine Genehmigung von der offiziellen syrischen Regierung haben. Jetzt wißt ihr wofür die USA die „Kurden“ genau brauchen.

Leider auf arabisch, aber die Farben sind ja bekannt. Die amerikanischen Flaggen zeigen die Positionen der amerikanischen Basen in Syrien. Völkerrecht interessiert ja sowieso niemanden mehr. Diese Karte zeigt gleich zwei Dinge:

1. Natürlich greift Erdogan Afrin an, da er nur verbal die Konfrontation mit Amerika sucht. In den anderen kurdischen Gebieten hätte er ein Problem.

2. 11 von 13 bekannten Basen in kurdischen Gebieten. Souveränität sieht anders aus.                                     Klick Bild für größer und Quelle.

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USAfrin-Taktik: Amis retten die Kurden & Israel befreit von Südwesten

Und die reformierten, frauenbefreiten, ARD & ZDF-bejubelten Neo- Saudis dürfen den Jemen nehmen ….

Is The War Between Israel and Syria About To Explode?

Der israelische Einmarsch nach Syrien über die geraubten Golanhöhen findet in den deutschen Mainstream-Medien nicht statt. Auch bei MONITOR nicht. Israel fliegt nicht mehr -wie bisher- nur Luftangriffe auf die Stellungen der syrischen Armee zur Unterstützung der IS-Banden. Jetzt folgen Bodentruppen. Während die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit durch die Atom-Kriegs-Trumpeten nach Korea abgelenkt wurde , schaffte sich die angeschlagene Supermacht relativ unbemerkt gesicherte Ausgangspunkte für ihre “Neugestaltung des Nahen Ostens” und als dessen wichtigster nächster Schritt den “Regime-Change” in Damaskus.

Wie die USA dabei die Kurden vor ihren Karren spannen verschweigt nicht nur MONITOR sondern weitgehend auch die “marxistische Tageszeitung ‘junge Welt’”, deren Artikel zu Rojava/Afrin sich lesen wie Rekrutierungspropaganda für die…..

Damaskus unter Raketenbeschuss – mehrere Zivilisten tot

Damaskus© REUTERS/ Bassam Khabieh

Extremisten haben am Donnerstag das Wohnviertel Esh al-Warwar in der syrischen Hauptstadt Damaskus mit Raketen beschossen. Mindestens neun Zivilisten sollen getötet, weitere 15 verletzt worden sein. Das berichtet die Agentur Sana unter Verweis auf Polizeiangaben.

Zuvor wurde mitgeteilt, dass Extremisten, die sich in den Ortschaften Harasta, Dschobar und Duma im Osten von Damaskus verschanzt hätten, die vereinbarte Waffenruhe verletzten und regelmäßig die Altstadt unter Beschuss…..

Syrische Armee nimmt zahlreiche Dörfer im Osten der Provinz Idlib ein

Die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA berichtete am heutigen Mittwoch, dass die syrische Armee im Kampf gegen die Terrorgruppe Al Kaida im Osten der Provinz Idlib das Stadtzentrum von Abu Dhuhour sowie ein halbes Dutzend nahegelegener Dörfer und einen verlassenen Luftverteidigungsstützpunkt eingenommen hat.

Inoffiziellen Quellen zufolge hat die syrische Armee sogar noch rund ein Dutzend weitere Dörfer westlich und nördlich von Abu Dhuhour eingenommen. Am frühen Abend sah der heutige Fortschritt der Armee da auf einer Karte etwa wie folgt aus:

Am späten Abend meldeten inoffizielle Quellen dann auch noch, dass die syrische Armee das Gebiet zwischen den beiden Sumpfgebieten nördlich von ……

Israel plant den Einmarsch in Syrien

Wie Erdogan in Afrin will auch Netanjahu sich einen Teil von Syrien schnappen und deshalb gibt es die Absicht militärisch in Syrien einzumarschieren, um eine sogenannte Sicherheitszone zu schaffen. Was deutet darauf hin? Vertreter von Terrorgruppen und israelische Vertreter haben Anfang dieser Woche ein Treffen abgehalten, um den Boden für die Schaffung dieser „sicheren Zone“ in Südsyrien zu ebnen, haben Webseiten die den Terrorgruppen nahestehen am Freitag gemeldet.

Die Nachrichtenwebseiten berichten, dass die Kommandeure der Terroristen am 23. Januar ein Treffen mit israelischen Agenten über die Ausweitung der militärischen Rolle Tel Avivs und die Schaffung einer sicheren Zone von den Golanhöhen in die Tiefe der beiden syrischen……

Beim türkischen Angriff auf die Kurden in Syrien stehen die USA an der Seitenlinie

WASHINGTON – Als Präsident-Trump im September 2017 auf einer Sitzung der Vereinten Nationen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zusammentraf, umarmte er ihn wie einen Freund und erklärte: „Wir sind uns so nahe wie nie zuvor.“ Fünf Monate später überfallen die Türken die syrischen Kurden, die engsten Verbündeten der USA im Krieg gegen den Islamischen Staat.
Credit Sedat Suna/European Pressphoto Agency
Mit der türkischen Offensive, die trotz Protesten der USA, aber offenbar mit Zustimmung Russlands stattfindet, beginnt eine sehr riskante neue Phase in den Beziehungen zweier NATO-Verbündeter, weil dabei ein zwischen beiden bestehender Interessenkonflikt auf dem Schlachtfeld ausgetragen wird. Daran zeigt sich auch, wie viel Einfluss die USA in Syrien verloren haben, weil sie sich zu sehr auf die Bekämpfung des Islamischen Staates…..

USA schießen Eigentor in Syrien

Länder wie Syrien, Irak, Iran und neuerdings auch die Türkei werden vom Westen des Öfteren gerne als Übeltäter abgestempelt. Dabei sind es aber westliche Staaten, die für das Desaster im nahen Osten eine große Mitschuld tragen.

Mit dem Militäreinsatz der Türkei in Nordsyrien nahm das Feuer weiter seinen Lauf. Und besonders die heuchlerische Politik des Westens hat stark zur Eskalation beigetragen. Denn die westlichen Staaten haben scheinbar ein großes Problem damit, einen offenen und transparenten Kurs gegenüber den Ländern und Völkern der Nahost-Region einzunehmen.

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Das „Kurden-Problem“ ist eines der Beispiele, wo die eklatante und fadenscheinige Politik des Westens eindrucksvoll zum Vorschein kommt. So wird die in der Türkei agierende Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) als Terrororganisation eingestuft. Der syrische Ableger dieser Gruppe, die Partei der Demokratischen Union (PYD) und dessen militärischer Flügel, die Volksverteidigungseinheiten (YPG) werden dagegen nicht als terroristisch eingestuft – und darüberhinaus vom Westen sogar unterstützt und bewaffnet.

Dabei handelt es sich zumeist um die selben Personen, die in der Türkei als PKK auftreten – und wenn sie die Grenze nach Syrien überqueren sich dann als YPG-Kämpfer ausgeben. Würde der Westen klare Massstäbe setzen, dann hätte man die PKK/PYD/YPG insgesamt entweder als terroristisch eingestuft oder eben nicht. Stattdessen will man den NATO-Partner Türkei für dumm verkaufen, indem man die PKK als terroristisch einstuft, gleichzeitig aber die YPG mit Waffen beliefert – welche wiederum auch gegen die Türkei gerichtet werden können.

Hätte der Westen gute und ernsthafte Absichten für die Menschen in dieser Region, würde man die Ziele der genannten Kurden-Gruppen entweder als legitim betrachten, oder insgesamt als terroristisch einstufen. Oder der Westen würde sich komplett aus dem nahen und mittleren Osten heraushalten und sich nicht mehr in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten einmischen.

Denn das gleiche Schema wird auch mit anderen Gruppen angewendet. So zum Beispiel mit der Al-Kaida-Terrororganisation – welche angeblich unter anderem für die schrecklichen Anschläge vom 11. September 2001 in den USA verantwortlich ist. So wurde diese Gruppe in Afghanistan in den 80er Jahren vom Westen unterstützt und bewaffnet, um die Sowjetunion zu schwächen. Sobald diese Kämpfer allerdings in westlichen Städten zuschlagen, gelten sie wieder als terroristisch und böse. Und in Syrien hat der Westen ab 2011 verschiedene Ableger von Al-Kaida erneut unterstützt, um eine mit Russland verbündete Regierung in Damaskus zu stürzen. Der Westen erfand dafür Bezeichnungen wie „moderate Rebellen“ oder „gemäßigte Rebellen“, um der westlichen Öffentlichkeit die Unterstützung von Terrorgruppen irgendwie verkaufen können.

Für diese Doppel-Standards gibt es plausible Gründe: Der Westen verfolgt besonders in der rohstoffreichen Nahost-Region geostrategische Interessen, die nur durchgesetzt werden können, wenn man die Völker und Länder in der Region spaltet und separiert. Die Konflikte müssen stets weiter angestiftet und hochgekocht werden. Ein wirklicher Frieden würde die reibungslose Ausbeutung und Unterwanderung durch multinationale Konzerne zu Nichte machen und die westliche Vorherrschaft auf der Welt bedrohen.

Die Türkei als NATO-Mitglied spielt dabei eine strategisch wichtige Rolle, da die Türkei geographisch eine ideale Lage einnimmt, um zum einen den nahen Osten zu kontrollieren und zum anderen Russland vom nahen Osten abzuschneiden.

Die Wiederannäherung zwischen Russland und der Türkei könnte für westliche Militärstrategen zum Desaster werden. Denn Russland ermuntert die Länder der Region, sich gegen die Besatzung durch die „Unruhestifter“ aus dem Westen aufzulehnen. Aufgrund der Militäroffensive der Türkei deuten die neuesten Entwicklungen tatsächlich darauf hin, dass sich die Türkei der Achse „Russland-Iran-Syrien“ anschließen möchte – was wiederum bedeuten würde, dass das Eis für den Westen im nahen Osten immer dünner wird. Während die Türkei in Nordsyrien auf Konfrontationskurs mit den USA geht, verstärkt Russland seine Luftabwehr-Kapazitäten in Syrien. So sollen in den vergangenen Tagen 4 weitere S-400-Batterien nach Latakia und Tartus verlegt worden sein.

Der voraussichtliche „Rauswurf“ der USA aus dem nahen Osten könnte mit einem etwas größeren Knall einhergehen – und für diesen Sonderfall scheint sich die Achse „Russland-Iran-Syrien“ bereits zu wappnen.

Quelle:

Russische Stellungnahme zu den Kämpfen im Norden Syriens (#Afrin)

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Noch bevor die türkische Armee die von der YPG gehaltene Enklave Afrin Angriff, gab es Gerüchte, dass Russland im Tausch gegen die Provinz Idlib die Kurden fallen gelassen habe. Dem ist jedoch nicht so.
Um das zu verstehen muss man die Offensiven der YPG und der SDF in den vergangenen Monaten betrachten, sowie das ursprünglich offiziell verkündete Ziel der YPG.

Bevor es jedoch darum geht möchten wir so kurz wie möglich zusammenfassen wer die YPG ist:

Die YPG ist eine kurdische Miliz die um ein Land bzw. eine Autonomie innerhalb eines Staates für die Kurden kämpft.
Die Kurden sind mit 50 Millionen Menschen die größte Staatenlose Ethnie im Nahen Osten.
Schon vor Jahrhunderten wurden den Kurden von Führern anderer Staaten ein eigener Staat versprochen, wenn sie für die jeweiligen Herrscher kämpfen würden.
Um es hier abzukürzen – sie wurden von den jeweiligen Herrschern betrogen und bekamen diesen NICHT.

AUFSTIEG DES ISLAMISCHEN STAATES UND DIE CHANCE AUF EINEN EIGENEN STAAT

Als der IS erschienen ist, an Macht gewann und er im Jahr 2015 an seinem Höhepunkt war, hat die YPG und andere……

Quelle:

…..passend dazu……
Aus Damaskus zu AFRIN & YPG schreibt der Schweizer BgK-Korrespondent Heizmann

Afrin und andernorts, eine Einschätzung aus Syrien

Den Nachrichten und dem Internet entnehmen wir, dass die türkische Armee in Afrin einmarschiert sei, um die YPG zu zerschlagen. Dies in Übereinstimmung mit Russland. Das Syrische Parlament protestiert in aller Form gegen diesen Akt der Aggression seitens der türkischen Regierung. Soweit die aus den Medien bekannten Fakten.

Wir hatten hier vor Ort in Damaskus (noch) keine Gelegenheit, mit einer dazu kompetenten Person über diese Zusammenhänge zu diskutieren. Deshalb an dieser Stelle unsere eigene Meinung dazu:

Die kurdischen Verbände der YPG in Afrin und andernorts in Nordsyrien arbeiten direkt mit den USA und den NATO Aggressoren zusammen. Sie erhalten von den USA Waffen, Geld, Logistik und Ausrüstung. Im Gegenzug erlauben diese kurdischen Kämpfer den USA und der NATO die Stationierung von Militärbasen auf syrischem Staatsgebiet, welches zur Zeit unter Kontrolle dieser sogenannten…..

Syrien zerstören – Warum hasst Washington Bashar al-Assad?

Warum hasst Washington Bashar al-Assad?

Bildergebnis für USA HADE SYRIA

Die Donald Trump-Administration plant die Installation einer 30.000 Mann starken bewaffneten „Sicherheitstruppe“ in Nordsyrien entlang der Grenzen zur Türkei und zum Irak. Dies wird vermutlich die verbliebenen Anhänger von angeblich pro-demokratischen Rebellen zusammenhalten und unterstützen und sich in bestehende und geplante US-Basen einfügen. Das Manöver ist Teil eines umfassenderen Plans zur Umstrukturierung Syriens, der dem üblichen Klüngel von neokonservativen Genies in Washington gerecht werden soll, die ihren Weg zurück ins Weiße Haus und in den Nationalen Sicherheitsrat gefunden haben, um erneuert Forderungen aufzunehmen, dass der Präsident des Landes, Bashar al-Assad, „gehen muss“, bekräftigt von Außenminister Rex Tillerson am vergangenen Mittwoch. Dieser sagte: „Aber seien wir uns darüber im Klaren: Die Vereinigten Staaten werden eine militärische Präsenz in Syrien aufrechterhalten, die darauf ausgerichtet ist, dass ISIS nicht wieder auftauchen kann.“ Tillerson behauptete auch, dass das Verbleiben in Syrien den Iran daran hindern würde, seine Position innerhalb Syriens zu „verstärken“ und die letztendliche Verdrängung von Al-Assad ermöglichen würde, aber er hat auch bestritten, dass Washington überhaupt eine Grenztruppe aufgebaut hat, ein weiterer Hinweis auf die Funktionsstörung im Weißen Haus.

Ein Plan, der in Washington von Leuten, die es besser wissen sollten, aber anscheinend nix wissen, zusammengetragen wird, ist kaum ein Plan für den Erfolg, zumal er keinen Weg zu etwas weist, das einem „Sieg“ nahe kommt, und keine Ausstiegsstrategie enthält. Die Syrer sind nicht gefragt worden, ob sie einer…..

Assad-Beraterin: Türkische Offensive auf Afrin geschieht mit amerikanischer Unterstützung

Assad-Beraterin: Türkische Offensive auf Afrin geschieht mit amerikanischer Unterstützung

Laut der politischen Beraterin des syrischen Präsidenten sei die türkische Militäroffensive auf die Stadt Afrin ohne das grüne Licht und die Unterstützung der USA nicht möglich gewesen.

Wie die politische Beraterin von Baschar Assad, Bouthaina Schaaban, in ihrem gestrigen Gespräch mit Vertretern des chinesischen Außenministeriums in Damaskus bekannt gab, ergänzen die militärischen Aggressionen der Türkei die US-amerikanische Entscheidung, illegale Kräfte an der syrischen Grenze ins Leben zu rufen. Dies geht aus einem Bericht der syrische Nachrichtenagentur SANA  hervor.

„Ziel der USA sei es, den Krieg hinauszuzögern sowie den Weg für eine politische Lösung der Krise zu versperren“, so Schaaban. Sie sagte, man strebe eine fortdauernde Niederschlagung Syriens an.

Der Leiter der chinesischen Delegation und stellvertretende Außenminister Chinas in westasiatischen und nordafrikanischen…..

Massaker an Kurden: USA verantwortlich!

Nun ist das eingetroffen, was wir vor längerer Zeit schon befürchtet haben: Das NATO-Mitglied Türkei hat mit einer Militäroffensive gegen die von den USA unterstützten Kurden in Nordsyrien begonnen!

Von unseren Quellen vor Ort haben wir nun einige detaillierte Informationen erhalten, wie es zu dieser paradoxen Eskalation kommen konnte.

Die russische Regierung hatte quasi bis zur letzten Sekunde versucht, diesen Konflikt diplomatisch zu lösen. Es gab mehrere Geheimtreffen russischer Diplomaten mit Führern der syrischen Kurden. Um eine drohende Offensive der Türkei auf Nordsyrien abzuwenden, machten die Russen den Kurden den Vorschlag, die Außengrenzen Syriens durch syrische und russische Truppen sichern zu lassen – die Städte sollten weiterhin von kurdischen Bürgerwehren kontrolliert werden (was als eine Art Zugeständnis zur Autonomie von Seitens Assad an die Kurden gewertet werden kann). Dieser Vorschlag war jedoch mit einer Vorbedingung geknüpft: So sollten die Kurden die von ihnen besetzten Öl-Quellen in Ostsyrien der gesamten syrischen Bevölkerung zur Verfügung stellen, von den Einnahmen durch den Verkauf sollten also alle kriegsgebeutelten Syrer profitieren und die Infrastruktur des Staates wiederhergestellt werden – also in den Regierungsgebieten und der kurdischen Autonomie gleichermaßen.

Die Kurden lehnten jedoch ab und sie gaben deutlich zu verstehen, dass von nun an die USA über die Bodenschätze in Ostsyrien herrschen würden. Und die USA würden nach fester Überzeugung der Kurden niemals zulassen, dass die Türkei die Kurden angreifen.

Die Kurden waren sich also der Unterstützung der Amerikaner so sicher, dass sie keine Kompromisse zum Frieden mit der restlichen Bevölkerung………

…..passend dazu…..
Wir kommen unerwartet in der Nacht“: Erdogan droht Trump

Mit deutlichen Worten hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan die USA vor Provokationen gewarnt: Sonst werde Ankara der Geduldsfaden reißen.

„Greifen Sie unsere Grenzen nicht an, provozieren Sie uns nicht. Sonst reißt uns der Geduldsfaden. Das habe ich auch dem geehrten (Ex-US-Präsidenten Barack) Obama gesagt. Leider habe ich keine Antwort erhalten“, sagte Erdogan auf einer Frauen-Versammlung. Die Rede wurde vom Fernsehsender NTV übertragen.

„Wir haben gesagt: Wir kommen unerwartet in der Nacht. Wir haben lange gewartet, und dann den Schlag geführt. Diejenigen, die sagen, die USA würden hinter ihnen stehen, werden mit dem türkischen Volk nicht fertig. Das ist unser Volkskampf“, fügte der türkische Staatschef hinzu.

Er kritisierte erneut die militärische Hilfe der USA für die kurdischen Kämpfer in Syrien. Washington habe den Kurden 5000 Lastwagen mit Waffen übergeben.

Da darf man gespannt sein, wie lange sich Trump diese Vorführung noch gefallen lässt. Wie wir gerade aber erfahren haben, hat das Pentagon mindestens zwei Flugzeugträger zum Mittelmeer beordert. Außerdem hat Frankreich den Einmarsch türkischer Truppen in Syrien scharf verurteilt und den UN-Sicherheitsrat einberufen.

Minister: Syrische Luftverteidigung bereit zum Abschuss türkischer Kampfflugzeuge

Die syrische Regierung hat die Türkei davor gewarnt, in der syrischen Region Afrin aus der Luft gegen die kurdische YPG-Miliz vorzugehen. Die Armee würde ihre Luftverteidigung gegen die türkische Luftwaffe einsetzen, sollte Ankara eine Offensive starten.

„Wir warnen die türkische Regierung davor, dass, sollte sie Kampfeinsätze in der Region Afrin einleiten, dies als ein Akt der Aggression gewertet würde“, sagte der stellvertretende Außenminister……

Erdogan fühlt sich von Trump hintergangen und fordert Nato-Beistand – gegen USA

Die Türkei geht hinsichtlich einer kurdischen Streitkraft im Norden Syriens weiter auf Konfrontationskurs mit den USA. Die Nato müsse nun Haltung zeigen, sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan vor Abgeordneten seiner AKP: „Hey Nato! Ihr seid verpflichtet, euch gegen jene zu stellen, die Grenzen eurer Mitglieder belästigen und verletzen.“ Bereits zuvor hatte Erdogan angekündigt, die Grenztruppe zu zerstören, bevor sie aufgebaut sei.

In den kommenden Tagen will er den Angriff auf eine kurdische Enklave befehlen. Erdogan teilte mit, dass er nicht vorhabe, US-Präsident Donald Trump für ein Gespräch über die Grenztruppe anzurufen. „Wir sprachen bereits über das Thema“, sagte er der Nachrichtenagentur Anadolu zufolge. „Er (Trump) sagte, er werde sich wieder bei mir melden. Ich werde ihn nicht anrufen, solange er sich nicht wieder bei mir meldet.“

Bild könnte enthalten: 1 Person, Anzug

……und noch was……
Assad warnt Türkei vor Angriff auf Kurden

Die syrischen Kurden erhalten Unterstützung von unerwarteter Seite. Syriens Präsident, Bashar al-Assad, hat der kurdischen Bevölkerung von Syrien Unterstützung im Kampf gegen türkische Invasoren versprochen. Kurdische Kämpfer aus anderen Teilen des Landes konnten in den vergangenen Tagen Gebiete der Regierungsarmee nach Afrin passieren und Waffen verlegen. Ein syrischer Soldat und ein kurdischer YPG-Kämpfer umarmten sich an einem Checkpoint – diese symbolträchtige Geste verstärkte in Syrien und in den Kurden-Gebieten die Hoffnung auf Frieden.

Doch die Türkei bringt seit Wochen Truppen und schweres militärisches Gerät an die Grenze zu Afrin in Stellung. Präsident Erdogan drohte offen mit einem Militärschlag in den kommenden Tagen. Die von den USA unterstützten Kurden hatten daraufhin die internationale Gemeinschaft um Hilfe gerufen. Jedoch wird im Westen, aber auch in Moskau bisher über den drohenden Militärschlag des NATO-Landes Türkei geschwiegen. Doch nun erhalten die Kurden scheinbar tatkräftige Unterstützung aus Damaskus. Die Assad-Regierung drohte der türkischen Armee mit Luftschlägen, sollte die Türkei die syrischen Kurden angreifen.

Allerdings behaupten israelische Quellen, dass auch die US-Regierung Pläne eines gewaltigen Militärschlags gegen die türkische Armee in der Schublade liegen hat, sollte die Türkei amerikanische Soldaten in Syrien angreifen. Diese Informationen sollten dennoch mit äußerster Vorsicht konsumiert werden, da Israel derzeit ein großes Interesse einer Eskalation in der Region hat. Gründe dafür könnten sein, dass die Türkei sich vermehrt Russland und Iran zuwendet, was israelischen Strategen missfällt.

Syrien aktiviert Luftabwehr gegen türkische Flugzeuge

Syrien will türkische Jets abschießen, sollten diese die von Kurden kontrollierte Enklave Afrin im Nordwesten des Landes bombardieren. Die syrische Luftabwehr habe ihre volle Stärke zurückerlangt, erklärte der syrische Vize-Außenminister Faisal al-Mikdad in Damaskus, wie die staatliche Nachrichtenagentur Sana am Donnerstag meldete.

Die türkische Luftwaffe solle einen Angriff auf syrischen Boden nicht als «Spaziergang» betrachten. Syrien werde einen Militäreinsatz als feindlichen Akt ansehen und ihm in angemessener Weise entgegentreten.

Quelle:

Syrien: „Die unmögliche Revolution“

Bildergebnis für Syrien: "Die unmögliche Revolution"Hissen der syrischen Revolutionsflagge in Daraa (2017). Bild: Qasioun News Agency / CC-BY-SA-3.0

Interview mit dem syrischen Intellektuellen Yassin al Haj Saleh

Der syrische Intellektuelle Yassin al-Haj Saleh gilt als Revolutionär der ersten Stunde in seiner Heimat. Bis heute zählt er zu den schärfsten Kritikern jener politischen Beobachter und Experten, die den Erhalt des Assad-Regimes als „alternativlos“ oder „kleines Übel“ beschreiben. In seinem jüngsten Buch „The Impossible Revolution“ rechnet Saleh nicht nur mit diesen Beobachtern ab, sondern versucht auch so manch orientalistisches Weltbild in Bezug auf Syrien zu dekonstruieren.

Der Name Ihres aktuellen Buches lautet „Die unmögliche Revolution“ („The Impossible Revolution“). Können Sie kurz beschreiben, warum die Revolution der Menschen in Syrien Ihrer Meinung nach unmöglich gewesen ist?
Yassin al-Haj Saleh: Der Titel war keineswegs pessimistisch gemeint. Tatsächlich….