Archiv für Schweiz

Lobbyismus geht durch den Magen

Drei Wochen Sommersession heisst für Lobbyisten: drei Wochen Buhlen um die Aufmerksamkeit der National- und Ständeräte. Das Zauberwort heisst gastronomisches Netzwerken.

Wenn im Bundeshaus der National und der Ständerat tagen, verfallen Branchenverbände, Lobbygruppen aber auch Firmen und Nichtregierungsorganisationen in Aktionismus. Sie buhlen um die Aufmerksamkeit der Parlamentarierinnen und Parlamentarier.

In den Tagen und Wochen vor der Session erhalten Mitglieder von National- und Ständerat Berge von Post. Das eine sind höflich formulierte Aufforderungen, das Thema X zu unterstützen oder den Vorschlag Y abzulehnen. Zum anderen ziehen Interessenvertreter den Politikern buchstäblich den Speck durch den Mund.

So organisiert beispielsweise die….

120’000 Unterschriften gegen Kriegsgeschäfte

Protest gegen Krieg und Gewalt | © Georges Scherrer Protest gegen Krieg und Gewalt | © Georges Scherrer

120’000 Unterschriften gegen Kriegsgeschäfte

Zürich, 12.5.18 (kath.ch) Innerhalb von etwas mehr als einem Jahr ist es der Gruppe Schweiz ohne Armee (GSoA) und den Jungen Grünen zusammen mit einem breiten Bündnis gelungen, über 120’000 Unterschriften für die Kriegsgeschäfte-Initiative zu sammeln.

Der Grossteil der Menschen flüchte vor aktuellen Kriegen oder den Folgen vergangener Konflikte, heisst es in der Medienmitteilung von Samstag. Die Rüstungsindustrie profitiere von diesen Konflikten und heize sie mit ihren Waffenlieferungen zusätzlich an. Die Initiative bekämpfe……

Israels gefährliche Freunde

Was in der allgemeinen Aufwallung fast ein wenig untergegangen ist: Auch in der Schweiz gibt es Kreise, die für eine Verlegung der Botschaft nach Jerusalem und damit für die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels plädieren. Sie finden sich vor allem in den Reihen der Eidgenössisch-Demokratischen Union (EDU) und der SVP, zu denen bekanntermassen auch viele evangelikale Christen gehören.

Zeitgleich mit der Eröffnung der amerikanischen Botschaft reichte eben diese EDU nun eine Petition mit 20’000 Unterschriften ein, die Bundesrat und Parlament zu einem „Paradigmenwechsel“ in der Israel-……

Palästina: Cassis bleibt Cassis

Bundesrat Cassis‘ lockere Sprüche zur Flüchtlingshilfe geben zu reden. Aber man hätte das kommen sehen können.

Bundesrat Ignazio Cassis, Schweizer Aussenminister, reist nach Jordanien und sagt auf dem Rückflug der Inland-Chefin der AZ Medien Gruppe, Anna Wanner, er komme mehr und mehr zur Überzeugung, dass die Flüchtlingshilfe der UNO, die UNWRA, nicht die Lösung des Problems bringe, sondern selber «Teil des Problems» sei. Sie erhalte mit ihrer Arbeit die Hoffnung der Flüchtlinge, wieder in das Land, aus dem sie geflüchtet oder von den Israelis vertrieben worden waren, zurückkehren zu dürfen. Das aber sei unrealistisch.

Diese lockeren Bemerkungen eines europäischen Aussenministers aus dem bequemen Sessel des Bundesrats-Jets auf dem Rückflug von Amman zurück in….

An: Schweizer Bundesrat und Bundesverwaltung Richtigstellung

An: Schweizer Bundesrat und Bundesverwaltung
Richtigstellung der fehlerhaften Aussagen zur Vollgeld-Initiative im „Abstimmungsbüchlein“

Richtigstellung der fehlerhaften Aussagen zur Vollgeld-Initiative im "Abstimmungsbüchlein"

In den offiziellen Erläuterungen des Bundesrats zur Abstimmung über die Volksinitiative «Für krisensicheres Geld: Geldschöpfung allein durch die…..

USA planen bewaffnete Version des Schweizer Flugzeugs Pilatus PC-9

Bildergebnis für USA planen bewaffnete Version des Schweizer Flugzeugs Pilatus PC-9© imago/StockTrek Images

Die US-Luftwaffe überlegt sich den Kauf einer Variante eines Schweizer Schulflugzeugs, des Pilatus PC-9. Damit will sie ihre Flotte von Kampflugzeugen erweitern. Das für Bodenangriffe modifizierte Flugzeug könnte in Ländern wie Afghanistan eingesetzt werden.

Wird der Pilatus PC-9, der im Kanton Nidwalden entworfen wurde, bald in Afghanistan eingesetzt? Auf eine gewisse Weise vielleicht: Die Beechcraft AT-6 Wolverine, eine amerikanische Version des Schweizer Schulflugzeugs, ist einer von zwei Flugzeugtypen, welche die US-Luftwaffe derzeit für künftige Kampfmissionen testet.

Sollte die Beechcraft ausgewählt werden, könnten rund 300 Stück dieses Cousins des PC-9 die US-Luftwaffe verstärken.

Auch wenn der Pilatus-Flieger bereits von einem Dutzend ausländischer….

Ordnung ins Verhältnis EU-Schweiz

Bern sollte Brüssel klarmachen, dass ein Beitritt nicht erwünscht ist, gute Beziehungen jedoch schon. Ein Kommentar von Felix W. Zulauf.

Mit der nur auf ein Jahr befristeten Anerkennung des Regelwerks der Schweizer Börse hat die EU der Schweiz eine Ohrfeige verpasst. Weshalb dies so ist, liegt primär am falschen Verhalten der Schweizer Behörden in den letzten 25 Jahren.

Im Frühjahr 1992, kurz vor der EWR-Abstimmung, reichte der Bundesrat bei der EU ein Beitrittsgesuch der Schweiz ein. Damit gab er der EU die Hoffnung, die Schweiz werde ihr mittelfristig beitreten.

Mit Ausnahme der SVP führten alle Bundesratsparteien den Beitritt der Schweiz zur EU in ihrem Programm. Inzwischen haben FDP und CVP ihn gestrichen, weil das Volk ihn nicht will, aber es gibt noch immer eine grosse Zahl versteckter Befürworter in diesen Parteien.

Alle Aussenminister der Schweiz seit…….

Geldspielgesetz, Trump und eine Bestellung Holz wird zu „Spaltbares Material“

Das Argument das Illegale Geldspiele nicht bekäpft werden können ist ein Märchen aus 1001 Nacht.

Den Geldfluss abwürgen funktioniert trotz eindeutiger Gesetzgebung nicht. Wirklich?
Und wenn das tatsächlich so ist, dann sind Sanktionen wie zb. Gegen den IRAN nutzlos. Einfach bei der Geldüberweisung “Lottoriegewinn” angeben und das Geld kann problemlos in der IRAN und zurück transferiert werden. So geht das. Alles ein Frage des Wordings. Video und mehr……

Wieso die Schweizer Nationalbank gegen das Vollgeld ist

Eine Volksinitiative will in der Schweiz die private Geldschöpfung verbieten. Die Notenbank spricht sich dagegen aus – und wird dafür heftig kritisiert.

Woher stammt das Geld auf unseren Konten? Die Antwort auf die vermeintlich einfache Frage sorgt mitunter für Erstaunen. Denn der Großteil des Geldes, das sich in Deutschland im Umlauf befindet, stammt nicht von staatlichen Notenbanken wie der EZB, sondern wurde von den Privatbanken geschaffen. So auch in der Schweiz, wo das sogenannte Buchgeld rund 90 Prozent der Geldmenge ausmacht. Aber dort könnte sich das bald ändern.

Im Juni stimmen die Schweizer über die Einführung des sogenannten Vollgeldsystems ab. Die Macher der Initiative wollen dafür sorgen, dass nur noch die Schweizerische Nationalbank (SNB) neues Geld schaffen darf. Die Vorschläge sorgen für hitzige Diskussionen.

Jetzt hat sich die Nationalbank in den Referendums-Wahlkampf……

Knacknuss freies Internet

Das neue Geldspielgesetz bringt viele Änderungen, gestritten wird aber primär um Netzsperren. Wir erklären, worum es geht.

Am 10. Juni stimmen wir über das «Bundesgesetz über Geldspiele (Geldspielgesetz)» ab. Dabei offenbart sich eine Abstimmungskoalition, die Seltenheitswert hat: Jungparteien von links bis rechts ergriffen gemeinsam das Referendum, während ihre Mutterparteien der Vorlage im Parlament noch mehrheitlich zustimmten. Unterdessen haben die kontroversen Netzsperren bei den FDP-Delegierten zu einer Nein-Parole geführt – entgegen der Haltung der Parteileitung. Die Grünen sind ebenfalls ihrer Jungpartei ins Nein-Lager gefolgt. Die SVP hat Stimmfreigabe beschlossen, während die SP und CVP das Gesetz unterstützen. 

Wieso stimmen wir über Geldspiele ab?

Das neue Geldspielgesetz soll die bisher geltenden Lotterie- und Spielbankengesetze (von 1923 und 1998) unter einem Hut zusammenführen und…..

Armut in der Schweiz

Schweizer Franken in der Klemme Bild von Pixabay.com CC 0

In der Schweiz sind die Straßen sind aus Schokolade, es gibt Häuser aus Käse und die Heidi lebt mit dem Ziegen-Peter glücklich auf der Alm…“. Es gibt viele Klischees über die Schweiz, doch das Land der Luxusuhren und der Banken ist NICHT dafür bekannt Armut zu tolerieren. Klischees haben aber mit der Realität nicht viel zu tun. 

Eveline Siegenthaler bemüht sich darum, denen zu helfen, die es eigentlich gar nicht geben sollte, Armutbetroffene in der Schweiz. Es gibt Armut in allen Ländern der Erde, auch wenn manche das nicht wahrhaben wollen.
Über die Lage in der Schweiz hat Eveline Folgendes zu berichten:

Auch wenn aufgrund des Imports der neoliberalen Ideologie aus den USA und der EU immer mehr Unternehmen einen Radikalkapitalismus betreiben, den es noch vor gut zehn Jahren in der Schweiz noch nicht gab, und deren Lobbys im Parlament Gesetze puschen, die die Ärmsten treffen, ist Armut hierzulande immer noch ein Minderheitenproblem.

Das aktuelle Hauptproblem: Angestellte über 50 werden „auf Amerikanisch“ zum Chef zitiert und können gleich ihren Spind räumen. Ersetzt werden sie durch Junge oder Immigranten.
Was bewirken die neuen Gesetze der neoliberalen Lobbys, welche letzten Endes den Sozialstaat eliminieren wollen?
Invalide werden von der Invalidenversicherung wiederholt an die Sozialhilfe abgeschoben.
Der Spartrick:
Sie werden auf wundersame Weise plötzlich arbeitsfähig. Dann erhalten sie nur….

Von der Versicherung überwacht – Das sind Stasi-Methoden

Eine Versicherung lässt eine Kundin heimlich filmen. Die Aufnahmen sagen wenig aus. Aber die Frau leidet bis heute an den Folgen der Überwachungsaktion.

Mobiliar

Bild: Kornel Stadler

Eigentlich dachte Susanne Gerber*, die DDR sei längst untergegangen. Doch dann holte sie dieses Gefühl ein, das sie aus ihrer Jugend kannte. Ihre Rechtsvertreterin hatte sie angerufen und ihr von den Detektiven erzählt.

Plötzlich war es, als sei sie wieder auf Verwandtenbesuch in Deutschlands sozialistischem Osten, stünde wieder am Grenzübergang zum untergegangenen Überwachungsstaat, in dem damals die halbe Familie ihrer Berliner Mutter lebte.

Susanne Gerber hatte Angst, dass jemand sie beobachtet. Sie sperrte den warmen Frühlingstag hinter die Rollläden und rief von der verdunkelten Wohnung aus ihren Partner an. Das war im letzten Mai.

Ein ganz legaler Sachbearbeiter-Entscheid

Ihrem Freund erzählte sie, was sie soeben erfahren hatte: dass sie im Winter im Zeitraum von sieben Wochen an vier Tagen überwacht worden war. Dass ein….

Dokumentation: «Fehlgeleitete Justiz»

Es gibt mittlerweile unzählige, gegenüber bürgerlich-konservativen Personen ausgesprochene Urteile, denen eindeutig politische Motive zugrunde liegen.

(Stand: 08.05.2018)
Es gibt mittlerweile unzählige, gegenüber bürgerlich-konservativen Personen ausgesprochene Urteile, denen eindeutig politische Motive zugrunde liegen. Die Folge: Die Personen werden etikettiert mit dem Stempel «Strafrechtlich verurteilt» und bleiben auf teils massiven Verfahrenskosten und Entschädigungszahlungen sitzen. Demgegenüber werden Personen aus dem linken politischen Spektrum weitgehend mit Samthandschuhen angefasst.
Sie kennen weitere Fälle von Justizwillkür? Dann schreiben Sie uns bitte (mit kurzen Infos und Quellenangaben) an: info@sifa-schweiz.ch
Hierzu einige Beispiele:…….

Vollgeld: So einfach wäre es zu erklären!

«Die Nationalbank hat vergessen, warum sie gegründet wurde»: Dr. oec. Reinhold Harringer© VI «Die Nationalbank hat vergessen, warum sie gegründet wurde»: Dr. oec. Reinhold Harringer

Die Schweizerische Nationalbank wurde gegründet, damit nicht mehr jede Geschäftsbank eigenes Geld herausgeben konnte. Und heute?

Wo über ein Gesetz oder eine Institution diskutiert oder gar gestritten wird, lohnt sich oft auch der Blick zurück: Warum hat man ein Gesetz, eine Institution überhaupt eingeführt, geschaffen? Was war das Problem, das man damit lösen wollte? War es dann auch der richtige Weg, mit den erhofften positiven Auswirkungen?

Auch wenn sich die Zeiten ändern, aus der Geschichte zu lernen ist nicht verboten!

Das haben – und es war ein kluger Schritt! – nun auch die Initianten der Vollgeld-Initiative getan. Und sie haben, was sie gefunden haben, auch am richtigen Ort platziert: An der Generalversammlung der Schweizer Nationalbank:

Private Banknoten führten zu Problemen

«Vor 1891 stellten in der Schweiz fast 40 Geschäftsbanken eigene…..

Geldspielgesetz: Milliarden ins Ausland verscherbeln statt Sport und Kultur in der Schweiz fördern?

Entwicklungshilfe-Filz und Casino-Lobby bejubelten in Medien-Mitteilungen das Geldspielgesetz. Ihre intensive Lobby-Arbeit und gezielte Beeinflussung von gekauften Politikern hatte sich gelohnt. Schon sehen sie die Millionen vor den Augen flackern. Doch das letzte Wort hat zum Glück das Schweizer Volk am 10. Juni.

Die Schweiz zahlt Milliarden Franken ins Ausland für fragwürdige Projekte vom Entwicklungshilfe-Filz und korrupte Staaten – und dafür fehlt das Geld in der Schweiz. Das versteht die arbeitende Bevölkerung nicht mehr. Zu Recht. Mit dem Geldspielgesetz sollen zusätzlich noch Lotto- und Sportwettengelder dem Schweizer Sport und der Schweizer Kultur entzogen werden und ins Ausland transferiert werden. Das ist ein Missbrauch dieser Gelder und schadet allen in der Schweiz.

Mit einer Minderheit zu Artikel 127 Absatz 5 des Geldspielgesetzes versuchte der unbestechliche Teil der SVP-Fraktion im Parlament zu verhindern, dass die Reingewinne aus Lotterien und……

Armee bunkert Munition für 3,6 Milliarden Franken, aber kein Geld für AHV

In den Munitionslagern der Schweizer Armee schlummern riesige Mengen an Reserve-Munition im Wert von 3,646 Milliarden Franken, berichtet der «Tagesanzeiger». Ein Vielfaches an Patronen und Geschossen, welche die Armee pro Jahr tatsächlich braucht. Bislang waren die Munitionsvorräte streng geheim. Der Feind höre schliesslich mit, so das VBS.

Munition Waffen Krieg

Dabei hatte Verteidigungsminister Guy Parmelin (SVP) erst letztes Jahr noch beklagt, dass sich der…..

Schluss mit dem Lobby-Versteckspiel!

Die geltenden Transparenzregeln im Bundeshaus sind ungenügend © Lobbywatch/Yves Schüpbach

Lobbywatch fordert endlich klare Regeln für das Lobbying im Bundeshaus und lanciert eine Petition für mehr Transparenz.

«Schluss mit dem Lobby-Versteckspiel!» heisst die Petition, mit der Lobbywatch die Mitglieder der eidgenössischen Räte auffordert, in Sachen Transparenz endlich vorwärts zu machen. Nachdem im Nachgang zur so genannten Kasachstan-Affäre zahlreiche Vorstösse für mehr Transparenz gescheitert sind, stellt Lobbywatch in einer Petition nun vier Forderungen an die Mitglieder von National- und Ständerat:

Ein Dammbruch steht bevor

Bild könnte enthalten: im Freien und Wasser

Suisseculture, der Dachverband der Organisationen der professionellen Kultur- und Medienschaffenden der Schweiz und der schweizerischen Urheberrechtsgesellschaften wie der SUISA, empfiehlt das Geldspielgesetz zur Annahme. Dies mit fragwürdigen Argumenten.

In einer Resolution vom 13. April 2018 wird behauptet, dass ohne dieses unmögliche Gesetz «hunderte Millionen Franken direkt in dubiose Kassen im Ausland anstatt in gemeinnützige Aktivitäten und Projekte in den Bereichen Kultur, Sport und Soziales fliessen» würden.

Dem ist entgegenzuhalten, dass von Gewinnen von online Casinos ohnehin kein Rappen in Projekte der Kultur fliesst, weil diese Erträge vollumfänglich der AHV zugute kommen. Im Gegensatz zu den Umsätzen der Casinos sind die Umsätze von Lotterien und Sportwetten, welche für die Speisung der Kulturfonds massgebend sind, in den letzten Jahren nicht zurückgegangen. Umsätze von online Casinos wandern auch nicht mehr ins Ausland ab, wenn online Casinospiele in der Schweiz zugelassen sind.

Was «dubiose Kassen» betrifft, sei daran erinnert, dass die Sport-Toto-Gesellschaft, welche jährlich 44 Millionen Franken von Swisslos und der Loterie Romande erhält und verteilt, keiner Aufsicht untersteht, wie die Eidgenössische Finanzkontrolle EFK im Jahr 2014 festgestellt hat. Und genau diese Sport-Toto-Gesellschaft finanziert den Abstimmungskampf für das Geldspielgesetz…

Wenn Suisseculture also nichts vom Geldspielgesetz hat, weil aus Casinospielen auch mit dem neuen Gesetz kein Geld für die Kultur abfällt, ist wohl ein anderer Grund für den kompromisslosen Einsatz von Suisseculture massgebend:

Im Hintergrund sind die Schergen von SUISA et al bereits in den Startlöchern, um mit dem revidierten Urheberrechtsgesetz (URG) auch Netzsperren für Streaming- und Download-Seiten einzurichten. Was für Schweizer Casinos geht, muss ebenfalls für Schweizer Musiker gehen! Und wenn dann im URG Netzsperren festgeschrieben sind, folgt das nächste Gesetz usw.

Dieser Dammbruch kann nur mit einem NEIN zum Geldspielgesetz verhindert werden.

Quelle: grundrechte.ch

NEIN zum Eingriff in unsere Freiheit

Netzsperren sind ein schwerwiegender Eingriff in die Wirtschafts- und InformationsfreiheitDie Schweiz profitiert als international vernetzte, hoch entwickelte Volkswirtschaft in besonderem Mass von einem frei zugänglichen Internet. Gesetzliche Netzsperren stellen einen schweren Eingriff in die Wirtschafts- und Informationsfreiheit dar. Sie beschränken den Zugang zu Daten und Informationen, schaden dem Wirtschafts- und Forschungsstandort Schweiz und gefährden den Kampf gegen die Internetkriminalität.

Mit dem Entscheid für Netzsperren im Zusammenhang mit der Revision des Geldspielgesetzes schafft das Parlament einen gefährlichen Präzedenzfall, der weiteren Eingriffen in die Freiheit des Internets Tür und Tor öffnet. Diesen Dammbruch gilt es zu verhindern.

NEIN zum Schwarzmarkt

Die Integration internationaler Online-Angebote mindert den Schwarzmarkt

Die Erfahrung in anderen europäischen Ländern wie Dänemark und Grossbritannien zeigt: Wer das internationale Online-Casino-Angebot reguliert, anstatt es auszuschliessen, kann den Schwarzmarkt effektiv eindämmen (weniger als 5 %) und profitiert von zusätzlichen Einnahmen an den Staat. Dank….

Polizeieinsatz in Bern Schwere Vorwürfe

Bei einer Demonstration Anfang April kesselt die Berner Kantonspolizei 239 Personen ein und führt sie ab. Die Festgenommenen erheben nun schwere Vorwürfe in Bezug auf den Einsatz. Was war da los?

Foto: Raphael Moser, «Berner Zeitung»

Vom Baldachin am Berner Hauptbahnhof hängen einige Demonstrantinnen ein Transparent: «Schweizer Waffen, Schweizer Geld morden mit in aller Welt» steht darauf. Am 7. April scheint die Sonne, mehrere Hundert Personen gehen auf die Strasse, um zu demonstrieren. Aus Solidarität mit Afrin, gegen den Militäreinsatz der türkischen Armee, die den kurdischen Kanton in Nordsyrien seit Mitte Januar bombardiert und Mitte März in der Stadt Afrin einmarschiert ist. In den vergangenen Monaten gab es in der Schweiz zahlreiche Kundgebungen und Demonstrationen – Ende Januar gingen in Zürich etwa geschätzte 15 000 Menschen auf die Strasse. Für die Demonstration vor zwei Wochen in Bern war keine Bewilligung eingeholt worden.

«Ich wollte für den Frieden einstehen und mich solidarisieren mit Menschen in Not», sagt die 17-jährige Aktivistin Mona Girard, die ihren richtigen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. «Die Demonstration in Bern war sehr schön und vielfältig. Es hatte Eltern mit Kinderwagen und auch ältere Leute.» Girard ist eine von 239 DemonstrantInnen, die später an diesem Samstag eingekesselt werden. Eine von vierzig Minderjährigen.

«Kessel aus Kalkül»

Die Demonstration bewegt sich ab vier Uhr nachmittags durch die Berner….

Freifunk kollidiert mit dem Überwachungsstaat in der Schweiz

Freifunk ist eine Initiative, die den freien Zugang – ohne Identifikation, Registrierung und Zensur – zum Internet bezweckt. Die Initiative ist dezentral und wird von einzelnen Personen getragen, die einen Teil ihrer Internet-Bandbreite via WLAN mit der Öffentlichkeit teilen. Freifunk selbst ist in Vereinsform organisiert.

Das Teilen organisiert Freifunk mit entsprechender Firmware für WLAN-Router und stellt teilweise auch geeignete Hardware zur Verfügung:

Der geteilte Internet-Zugang erfolgt nicht direkt über den Internet-Anschluss einer einzelnen Person, sondern über ein Virtual Private Network (VPN) und einen Gateway von Freifunk. Personen, die ihren Internet-Zugang teilen, gehen dadurch kein Risiko ein, während Freifunk gleichzeitig den Datenschutz beim Internet-Zugang fördern kann.

Nun verunmöglicht das revidierte Bundesgesetz betreffend die Überwachung….

Wann kommt das NZZ-Video zu Donald Trump?

© NZZ

Information, Propaganda, Desinformation: Alles rückt zusammen. Wir haben uns ein NZZ-Video angeschaut – und machen einen Vorschlag.

Es besteht kein Zweifel: Die NZZ beschäftigt auch im digitalen Bereich echte Profis. Immer öfter stellt sie Videos in ihre Online-Plattform, im Sinne von kurzer, unterhaltsamer Information.

Ein solches Video ging auch am 18. März 2018 online. Die Headline: «Russlands unangefochtener Herrscher? Wie sich Putin an der Macht hält.» Ein perfekt gemachter Streifen, 4 Minuten und 43 Sekunden lang, anschaulich, verständlich, so wie Propaganda – oder eben Gegenpropaganda – sein muss. Mehr……

Adieu, Privatsphäre!

In China werden bereits ganze Städte mit Gesichtserkennung überwacht. Nun finden auch in der Schweiz entsprechende Versuche statt, mit schwerwiegenden Konsequenzen für die Gesellschaft.

Auch ohne Brille einwandfrei identifiziert: Michael Fretz, durch die Cubera-Gesichtserkennungsbrille fotografiert.

Die Brille auf dem Kopf von Designer Michael Fretz ist schwarz und klobig. Ein riesiges graues Visier verdeckt das halbe Gesicht. Kaum ist sie über den Ohren befestigt, zeichnet er mit den Fingern Gesten in den wolkenverhangenen Himmel der Zürcher Goldküste. Diese Befehle werden von der integrierten Kamera erkannt, und einige Sekunden später ist die Gesichtserkennung einsatzbereit.

Beim Gang durch das mit Parkettboden ausgelegte Büro der IT-Firma Cubera in Feldmeilen taucht jetzt immer wieder ein farbiges Fenster neben den Köpfen der Mitarbeitenden auf. Erkennt die Brille ein Gesicht, sucht ein Algorithmus automatisch in einer vorher erstellten Datenbank nach der entsprechenden…..