Archiv für Pharma

Mehr teure Pillen im Land der hohen Preise. Der Arzneiverordnungs-Report 2017 mit einigen Fragezeichen

Im Jahre 1980 wurden zu Lasten der gesetzliche Krankenversicherung (GKV) knapp 7 Mrd. Euro für Arzneimittel aus Apotheken umgesetzt. Im Jahre 2007 lag der Umsatz bereits bei 24,8 Mrd. Euro. Und für das vergangene Jahr werden diese Zahlen berichtet: Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung für Arzneimittel sind 2016 um 3,9 Prozent auf 38,5 Milliarden Euro gestiegen. 3,9 Prozent mehr bedeuten in diesem Fall 1,44 Mrd. Euro mehr als noch 2015. Grundlage dieser Zahlen ist der seit 1985 jährlich veröffentlichte Arzneiverordnungs-Report der AOK, herausgegeben vom Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO). Der Report…….

Neue Richtlinien: Wird die EU die Naturheilkunde verbannen?

In einem neuen Bericht (September 2017) untersuchte der Pharma-Thinktank European Academies Science Advisory Council (EASAC) die Wirksamkeit der homöopathischen Heilmethoden und gab in den Schlussfolgerungen eine klare Empfehlung ab: EASAC agrees that there cannot be two kinds of medicine – conventional and alternative. There is only medicine that has been adequately tested and medicine that has not … (dt. Der EASAC ist damit einverstanden, dass es nicht zwei Arten von Medizin geben kann – konventionale und alternative. Es gibt nur eine Medizin, die hinreichend getestet wurde und eine, die es nicht wurde …)…Klick Bild für mehr…….

 

Bezahlte Studien für unbrauchbare Ergebnisse – Wissenschaftler liefern Nachweis!

Wir alle denken, dass Medikamente sicher seien, weil wir auf die Studien vertrauen, die unser medizinisches System durchführen lässt, damit unsere Behörde, die uns vor Schaden schützen soll- Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte – sie genehmigen können. All dies geschieht natürlich nur „zu unserer Sicherheit“. Studien, so glauben wir, das sind sachlich richtige, faktische Erhebungen von wissenschaftlichen Einrichtungen, deren tatsächliches Interesse an der Erforschung der Wirkung eines Medikaments besteht. Die Fakten sprechen eine ganz andere Sprache. Mehr…..

Impfpflicht in Italien: Pharmaindustrie bekommt Rekordaufträge

Contra Magazin

Die Impfpflicht für Kinder in Italien sorgt dafür, dass die Impfseren knapp werden. Die Pharmaindustrie darf sich auf Rekordaufträge freuen.

Egal wie man zu Impfungen steht, klar ist, dass der größte Gewinner der Impfpflicht die Pharmaindustrie ist. Millionen von Kindern in Italien (welches nach Frankreich kurzfristig die Impfpflicht für mehrere Krankheiten einführte) sind eben eine……

Vom «überraschenden Erfolg» zur Niete

Das alte Medikament Ilaris sollte auch Herzinfarkte und Schlaganfälle vermeiden © cc

Vorschnell melden Pharmakonzerne Erfolge, was ihre Börsenkurse steigen lässt. Der Dämpfer etwas später macht weniger Schlagzeilen.

Wer sich über den Nutzen neuer Medikamente oder über neu entdeckte Nebenwirkungen und Risiken von neu entwickelten, aber auch von bereits verbreiteten Medikamenten informieren möchte, muss die Wirtschafts- oder Börsenseiten von Zeitungen lesen. Dort erscheinen solche Meldungen zuerst, weil sie die Aktienkurse der Pharmakonzerne beeinflussen.

Ein aktuelles Beispiel ist das Medikament Ilaris von Novartis. Es ist seit längerem gegen die seltene rheumatoide Arthritis bei Kindern zugelassen. Im Juni 2017…..

 

Zwei Chefärzte: 129’000 Franken von der Pharma

© ESMO/IBSA

Die Transparenz lässt zu wünschen übrig. Doch zahlte die Industrie 14 Millionen an Ärzte und Ärztinnen und 141 Millionen an andere.

Red. Der Beobachter, das deutsche Recherchenetz Correctiv und die Stiftung für Konsumentenschutz SKS haben Zahlen, die 56 Pharmaunternehmen je separat veröffentlichten, aufwändig zusammengefasst, aufbereitet und lesbar gemacht. Der folgende Beitrag erschien am 14. August im Beobachter.

Der Doktor und sein Sponsor

Rund 155 Millionen Franken zahlten Pharmafirmen in der Schweiz im vergangenen Jahr an Ärzte, Spitäler und Gesundheitsorganisationen. Das sind gut 16 Millionen Franken mehr als im Vorjahr. Solche Pharmazuwendungen an Ärzte sind problematisch. Sie beeinflussen den Entscheid, welche Medikamente verschrieben…

Pharma korrumpiert Ärzte für unnütze Studien

Bei 558 untersuchten Anwendungsbeobachtungen wurde keine einzige Nebenwirkung entdeckt.© pixabay

Ärzte verschreiben ahnungslosen Patientinnen bestimmte Pillen, nur weil sie von der Pharma für eine «Studie» dafür bezahlt werden.

Häufig verschreiben Ärzte ein bestimmtes Medikament nicht deshalb, weil es für die konkrete Patientin oder den konkreten Patienten das zweckmässigste ist, sondern wählen ein Medikament, bei dessen Abgabe sie zusätzlich verdienen. Möglich machen das zum Beispiel die vom Hersteller bezahlten «Anwendungsbeobachtungen».

«Transparency International» spricht bei diesem Vorgehen von «legalisierter Korruption». Gegen ein Honorar von zum Beispiel 300 Franken markieren Ärzte auf einem Formular, wie gut ein Patient oder eine Patientin ein bestimmtes Medikament verträgt und übermitteln dieses dem Pharmahersteller. Solche Kontrollen nach….

Teure Medikamente für prallvolle Aktionärstaschen

Manna für die Aktionäre statt vernünftige Medikamenten-Preise© CommonDreams

Der Grund für immer teurere neue Medikamente sind nicht hohe Forschungskosten. Noch mehr Milliarden verschlingen die Aktionäre.

Medikamentenpreise von 60’000, 80’000, 100’000 oder sogar 200’000 Franken für eine Patientin oder einen Patienten pro Jahr seien gerechtfertigt, verteidigen sich Pharmakonzerne immer wieder, weil der Aufwand für das Erforschen, das Entwickeln und die Zulassungen neuer, innovativer Medikamente Milliarden koste.

Allerdings hatte der frühere Forschungschef der Novartis einmal bestätigt, dass Pharmakonzerne wie Novartis für Marketing und Werbung etwa doppelt so viel Geld ausgeben wie für die Forschung und Entwicklung neuer Medikamente.

Die Aktionäre stecken noch mehr ein

Jetzt kommt es noch dicker:……

Novartis ködert Ärztinnen und Ärzte am meisten

Oft verschreibt ein Arzt nicht das geeignetste Medikament , sondern eines, für das ihn die Pharma speziell bezahlt.

upg. Pharmakonzerne müssen in den USA seit 2013 alle Zahlungen an Ärzte, Spitäler und Patientenorganisationen offenlegen. Im Internet kann jede Frau und jeder Mann den Namen eines Arztes oder einer Ärztin eingeben und erfährt dann, wie viel Geld der Gesuchte von Pharmakonzernen entgegen genommen hat, und für welche Zwecke. Eine vergleichbare gesetzliche Vorschrift in europäischen Ländern wollen die Pharmafirmen mit allen Mitteln verhindern und geben deshalb «freiwillig» einige Zahlen bekannt.

Zum Beispiel erhalten viele Ärzte Geld, wenn sie ihren Patientinnen ein bestimmtes….

Ärzte und Pharma als Suchtmacher – Die Drogenkatastrophe in den USA

Jeden Tag sterben 91 Menschen in den USA an ihrer Drogensucht, verursacht immer mehr durch verschreibungspflichtige Medikamente, die in Deutschland unter das Betäubungsmittelgesetz fallen. Das sind mehrTote, als durch Verkehrsunfälle und Tötungen durch Schusswaffen.

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Drogenopfer

– Mittlerweile 2 Millionen US-Amerikaner, insbesondere in den wirtschaftlichen Problemregionen wie dem „Rust Belt“ missbrauchen derartige Opioide wie Oxyconti, Vicodin, Percocet, Opana, Demerol, Norco, Fentanyl, Codein im Sprachgebrauchauch Hillibilly-Heroin genannt . Diese Analgetika sind natürlich auch in den USA verschreibungspflichtig…..

WHO fordert Impfpflicht gegen Masern in Europa

Impfung. Bild: Flickr / EU Humanitarian Aid and Civil Protection CC BY-SA 2.0

Weil in den letzten zwölf Monaten insgesamt 35 Menschen in Europa an den Masern starben, soll nun eine Impfpflicht kommen, so die WHO.

In den letzten zwölf Monaten starben laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) insgesamt 35 Menschen in Europa an den Masern, bzw. infolge einer Maserninfektion während der Erkrankung an einer anderen Krankheit. Darunter waren je ein Todesfall in Deutschland und Portugal zu….

 

Der Staat bezahlt, die Pharmaindustrie macht Kasse

Der Vorgang ist bekannt: Mit staatlichen Forschungsgeldern wird ein medizinischer Durchbruch erreicht, die Lizenz aber geht an einen privatwirtschaftlich betriebenen Pharmakonzern. Dieser macht das Medikament für normalverdienende Leute durch (zu) hohe Preise unerschwinglich – und verdient seinerseits Milliarden.

Der jüngste solche, noch hängige Fall betrifft, wie das US-amerikanische Magazin The Nation berichtet, einen neu entwickelten Impfstoff…..

Heimliches Pharma-Riesengeschäft: Zahl der ADHS Diagnosen explodiert – Kinder werden zu Drogenabhängigen

Rund eine Million Kinder in Deutschland leiden am Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom ADHS. Rund 300.000 Kinder nehmen bereits Medikamente, welche tief in den Gehirnstoffwechsel eingreifen.

 

Der Verbrauch des Wirkstoffs Methylphenidat, der im ADHS-Mittel Ritalin enthalten ist, stieg von 34 kg im Jahr 1993 auf rund 1.791kg im Jahr 2011 – ein Anstieg von über 5200 %!

 

Der Mangel an alternativen Therapieangeboten zum Medikament Ritalin, die Unsicherheit und fehlende Selbstinformation sowie häufige Hilflosigkeit betroffener Eltern, lässt diese…..

 

Das Ende von Big Pharma

Das Ende von Big Pharma

Ein besseres Gesundheitssystem, bessere Arbeitsbedingungen für Ärztinnen und Pfleger sowie bessere Medikamente zum halben Preis sind zum Greifen nah. Wir müssen nur endlich die Pharmaindustrie verbieten.

Bildlizenz CC0

Das überfällige Verbot der Pharmaindustrie ergeht nicht aber nur, weil die Branche krimineller und tödlicher agiert als der gesamte globale Mob zusammengenommen. Erheblich schwerer wiegt, dass wir die Prämisse der Branche endlich als verwerflich erkennen. Denn sich am Leid Wehrloser persönlich zu bereichern, kann unter Menschen mit wenigstens einem Rest von Moral nicht gestattet bleiben.

Die Marketingabteilungen der Pharmaindustrie haben fraglos viel Bewundernswertes geleistet – Unmengen Krankheiten mit originellen Namen erfunden, allerlei Grenzwerte so verschieben……