Archiv für NATO

Stoltenberg: NATO wird künftig bei Cyber-Attacken Bündnisfall auslösen

Cyber-Attacken stellen eine große Gefahr bei militärischen Konflikte dar. Deswegen werde die NATO künftig bei solchen Angriffen den Bündnisfall auslösen, meinte der NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg.

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg warnt vor der wachsenden Bedeutung von militärischen Cyber-Auseinandersetzungen über das Internet und Computersysteme, dem sogenannten Cyber-Space.

„Es wird künftig keinen vorstellbaren Konflikt ohne Cyber-Dimension geben“, sagte Stoltenberg den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagsausgaben). Mehr hier…

Warum die USA noch mehr Geld in die NATO-Kriegskasse fordern

Das Militär-Budget der USA ist so gross wie die sieben nächstgrössten Militär-Budgets zusammen. © SIPRI

Die militärische Übermacht der NATO gegenüber allen anderen Militärbündnissen ist gigantisch – und soll noch grösser werden.

Die USA geben zehnmal mehr Geld für die Verteidigung – sprich: fürs Militär – aus als Russland: 643 Milliarden US-Dollar gegenüber 63 Milliarden, in US-Dollar gerechnet, auf Seite Russlands. Die Gesamtausgaben aller 28 NATO-Länder fürs Militär beliefen sich 2018 nach Schätzung von IISS auf 1’013 Milliarden Dollar – oder also auf 16 mal mehr, als Russland für sein Militär ausgegeben hat.

Das hindert die USA nicht, von den anderen NATO-Mitgliedern zu verlangen, dass sie höhere Beiträge an die NATO freigeben. Die Begründung: Die USA zahlten für….

Die Ukraine verankert in ihrer Verfassung die „unumkehrbare“ Verpflichtung zum EU/NATO-Beitritt

Am Tag nach der Unterzeichnung des NATO-Mitgliederprotokolls mit Nordmazedonien als 30. Mitglied hat die Ukraine etwas noch nie Dagewesenes getan: Sie hat in ihre Verfassung die Verpflichtung aufgenommen, gleichzeitig offiziell in die NATO und in die Europäische Union einzutreten.

Auf Vorschlag von Präsident Petro Poroschenko – dem Oligarchen, der sich durch die Plünderung öffentlicher Güter bereichert hat und der erneut für die Präsidentschaft kandidiert – hat das Parlament in Kiew am 7. Februar mit 34 zu 35 Stimmen bei 16 Enthaltungen diese Verfassungsänderungen gebilligt.

In der Einleitung wird “die unumkehrbare Verpflichtung der Ukraine in Richtung euro-atlantischer Integration” ausgesprochen; in den Artikeln 85 und 116 heißt es, dass es eine grundlegende Pflicht des Parlaments und der Regierung ist, “die volle Mitgliedschaft der Ukraine in der NATO und der EU zu erlangen”; in Artikel 102 heißt es, dass “der Präsident der Ukraine der Garant für jene strategischen Entscheidungen des Staates ist, die auf die volle Mitgliedschaft in der NATO und der EU abzielen”.

Die Aufnahme dieser Verpflichtung zum offiziellen Eintritt in die NATO in die…..

Zunehmende Spionage der NATO an der russischen Grenzen

Норвежское судно-шпион попало в прицел российского Су-24

Nahe russischer Küste: Russischer Kampfjet macht “Ziel”-Foto von norwegischen Spionageschiff

Das modernste norwegische Spionageschiff “Eger” wurde in der Barentsee (wohl im US- und NATO-Interesse unterwegs) unweit der russischen Küste gesichtet und von einem russischen Schiffsabwehr-Kampfjet Su-24 mit “Ziel”-Foto fotografiert und vor gewarnt.

Lage kann jeder Zeit auch eskalieren: Laut dem russischen Verteidigungsministerium hat die Spionageaktivität der NATO- und US-Militärverbände an der russischen Grenze zugenommen.

Quelle:1,2,

Spiel mit der Apokalypse

Auftakt der Münchner Kriegskonferenz: NATO-Strategen beraten über Aufrüstung. Verstärkte Militarisierung der EU

Derzeit werde geprüft »welcher kluge Mix an Maßnahmen zu ergreifDerzeit werde geprüft »welcher kluge Mix an Maßnahmen zu ergreifen sein wird, wenn Russland nicht beidreht«, sagte Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) am Freitag in München zum INF-Vertrag, den die USA (hier mit US-Kriegsminister Patrick Shanahan) Anfang Februar gekündigt haben

Mit einem Bekenntnis zur NATO hat Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen am Freitag die diesjährige Münchner »Sicherheitskonferenz« eröffnet. Sie kündigte an, den deutschen Militärhaushalt – wie von Washington verlangt – systematisch weiter aufzustocken, forderte im Gegenzug aber ein Ende der jüngsten US-Alleingänge. »Für unsere Missionen pflegen wir den Grundsatz: Gemeinsam rein, gemeinsam raus«, erklärte die Ministerin mit Blick auf die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die US-Truppen aus Afghanistan abzuziehen. Von der….

NATO: Stoltenberg will mehr Atombomben in Deutschland

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg – Bild: Flickr.com /NATO North Atlantic Treaty Organization CC BY-NC-ND 2.0

In Deutschland muss sich die Große Koalition bald der Atombomben-Frage stellen. Stoltenberg will die nukleare Teilhabe sogar ausweiten. Braucht Deutschland überhaupt Atombomben?

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg mahnt Deutschland und andere Bündnis-Partner, ihre Beteiligung an US-Atomwaffen in Europa nicht aufzugeben. „Diese nukleare Teilhabe ist wichtig für die NATO“, sagte Stoltenberg der „Funke-Mediengruppe“. „Und ich dränge so viele Bündnis-Partner wie möglich, Teil dieser nuklearen Teilhabe zu sein – das schließt Deutschland ein.“ Hier mehr…….

Das Pentagon will eine große Kriegsfinanzierung – und zwar jetzt

Wir werden für 2019 zu einem riesigen Nachrichtenzyklus aufbrechen, der alles von der Aufwirbelung des Sandes im Nahen Osten bis hin zu einem wachsenden Klassenaufstand in der EU, der sein Kartenhaus umstürzen könnte, betrifft.

Das Weiße Haus von Trump interpretiert seine Syrienpolitik Tag für Tag anders. Weitere Länder geben an, ihre Beziehungen zu Syrien wiederaufzunehmen, darunter viele in Europa. Dieselbe EU hat den Iran am Altar über seinem Phantom „Special Purpose Vehicle“ (Anm.: die Umgehung der US-Sanktionen) stehen lassen, von dem Mogherini gesagt hat, dass es bis zum Jahresende bereit sein würde, das sich jedoch in ein „dunkles Projekt“ verwandelt zu haben scheint.

Unter all den aktuellen hochkarätigen Geschichten ging ein Pentagon-Bericht unter, der durch die Berichterstattung stark nachließ und den US-amerikanischen Marsch von einem neuen Kalten Krieg zu einem heißen Krieg fortsetzte. Das US Defense Science Board gab einen Bericht mit dem Titel „Task Force Survivable Logistics“ heraus. Obwohl es einen etwas harmlosen Titel hat, ist es eine Flaschenpost für uns alle.

Kurz gesagt, der Bericht war eine maximale Anstrengung, um eine US-Militärlogistikkrise…..

Was das 2-Prozent-Ziel der Nato tatsächlich bedeutet

Deutschland hält am 2-Prozent-Ziel der Nato bei den Verteidigungsausgaben fest und sichert zu, bis 2025 zumindest auf 1,5% zu kommen, also die Verteidigungsausgaben um 17 Milliarden auf 60 Milliarden Euro zu erhöhen. Damit wäre das deutsche Militärbudget alleine schon höher, als das russische, welches bei ca. 60 Milliarden Dollar (nicht Euro) liegt.

Die Absurdität der Nato-Argumentation wird offensichtlich, wenn man sich nur die nackten Zahlen anschaut. Russland soll mit seinem Militärbudget von ca. 60 Milliarden Dollar eine Bedrohung für die Nato sein, die insgesamt fast 1.000 Milliarden für das Militär ausgibt, allein die USA haben ein Budget, das…..

Planet Todesstern! NATO-Staaten investieren mehr ins Militär

In den kommenden beiden Jahren wollen die NATO-Staaten laut Generalsekretär Jens Stoltenberg insgesamt 100 Milliarden Dollar mehr ins Militär investieren. Damit kommen sie Trumps Forderung nach.

Die NATO-Staaten haben sich darauf geeinigt, ihre Verteidigungsausgaben innerhalb von zwei Jahren um 100 Milliarden Dollar zu erhöhen, nachdem Präsident Trump im Juli eine feurige Tirade auf die „Alliierten“ abfeuerte. Er forderte die „delinquenten“ Länder auf, ihre Beiträge um 2 Prozentpunkte auf 4 Prozent des BIP zu erhöhen. Nach Angaben des NATO-Generalsekretärs Jens Stoltenberg hörte das Bündnis den Ruf von Trump „laut und deutlich“, und die Mitgliedsstaaten „verstärken“ sich laut dem britischen „The Telegraph“ militärisch:

In versöhnlichen Kommentaren, die offenbar die wiederholte öffentliche Kritik der US-Regierungschefs an anderen Mitgliedern der Allianz abmildern sollten, sagte Stoltenberg, die Mitgliedstaaten hätten zugestimmt, in den nächsten zwei Jahren 100 Milliarden Dollar in die Verteidigungshaushalte aufzustocken.

Herr Trump hat wiederholt beklagt, dass andere NATO-Mitglieder ihre Ausgabenverpflichtungen nicht einhalten, darunter eine überaus harte Tirade auf dem NATO-Gipfel in Brüssel im Juli, in der andere Mitgliedsregierungen „delinquent“ genannt wurden.

Damals, am 11. Juli 2018, twitterte er erneut mit einem Angriff auf Russland, wobei er die anderen NATO-Staaten dazu aufforderte, ihre Rüstungsausgaben „unverzüglich“ auf 2 Prozent des BIP zu erhöhen, nicht erst bis zum Jahr 2025:

„Präsident Trump war sehr klar. Er hat sich der NATO verpflichtet … aber gleichzeitig hat er eindeutig erklärt, dass die NATO-Verbündeten mehr investieren müssen“, sagte Stoltenberg. „Wir sehen also echtes Geld und echte Ergebnisse, und wir sehen, dass eine klare Botschaft von Präsident Trump wirkt. Die NATO-Verbündeten haben den Präsidenten laut und deutlich gehört. Die NATO-Verbündeten verstärken sich.“

„Was er tut, ist, uns zu helfen, die Allianz, die wir brauchen, anzupassen“, fügte er hinzu. „Dies ist eine klare Botschaft an Russland, und ich denke, sie sehen das.“

Infographic: Expenditure Of Nato Countries In 2016 | Statista You will find more infographics at Statista

Stoltenberg und Trump machen dabei immer wieder klar, dass der Hauptfeind der NATO (nach wie vor) Russland ist. Und das, obwohl Moskau stets versucht, den Westen als „Partner“ zu betrachten und sich trotz aller Anfeindungen stets versöhnlich und diplomatisch gibt. Doch ohne klares Feindbild hätte die NATO nach Ende des Kalten Krieges keine Existenzberechtigung mehr und müsste sich eigentlich auflösen. Also konstruiert man einen Feind – Russland. Trotz dessen, dass Moskau gar kein Feind des Westens sein möchte.

Nicht umsonst stecken die Amerikaner mehr Geld in die Luftwaffenstützpunkte nahe Russland:

Infographic: The U.S. Is Pouring Money Into Air Bases Flanking Russia | Statista You will find more infographics at Statista

Das Ziel ist klar ersichtlich, oder?

NATO-Staaten investieren mehr ins Militär
Nato members increase defence spending by $100 billion after Donald Trump called them ‘delinquents’    

«Die NATO ist eine Gefahr, kein Garant für den Frieden»

NATO-Chef Jens Stoltenberg umgarnt Ukraine-Präsident Petro Poroshenko © NATO

Auch aus den USA kommen kritische Stimmen zur Strategie der NATO, die öfter angreife und provoziere als für Frieden zu sorgen.

Kein Spitzenpolitiker auf internationalem Level irritiert so oft und so stark durch sich widersprechende Aussagen, wie US-Präsident Donald Trump. Sagt er an einem Tag das eine, sagt er wenige Tage später nicht selten das Gegenteil. Das gilt auch in Bezug auf seine Aussagen zur NATO. Da bezeichnete er sie einmal locker als obsolet und überflüssig, um wenig später schon die europäischen NATO-Mitglieder mit Nachdruck aufzufordern, endlich adäquate Beiträge an deren Kosten zu bezahlen.

Ein Artikel in der «New York Times» vor ein paar Tagen zu Trumps NATO-Verständnis hat in den USA – zumindest in etlichen US-Medien – eine intensive….

Wer finanziert mit wie viel die NATO?

Die NATO ist ein Schnäppchen für die Vereinigten Staaten. Die USA tragen nur 22 Prozent der Kosten. Eine riesige zwischenstaatliche Militäreinrichtung unter dem Dach des US-Imperialismus. Klick Bild für größer.

Bild: https://www.nato.int/cps/en/natohq/topics_67655.htm

USA: Neues Gesetz soll Trump an NATO-Austritt hindern – Verbündete sollen ihren Pflichten nachkommen

Bildergebnis für USA NATO
shutterstock
Das US-Repräsentantenhaus hat einen Gesetzentwurf verabschiedet, der Präsident Donald Trump daran hindern soll, das Land aus der NATO zu führen, gleichzeitig aber die europäischen Verbündeten auffordert, ihre Beiträge zu erhöhen – genau wie Trump es gefordert hat.

Der parteiübergreifende NATO Support Act wurde am Dienstag nach einer Abstimmung verabschiedet, die mit 357 dafür zu 22 dagegen ausging. Das Resultat bekräftigte also das Engagement der USA für das Militärbündnis. Das Gesetz enthält einen Passus, der jegliche Bemühung des Präsidenten, sich von dem Bündnis zurückzuziehen, ablehnt und auch die Finanzierung solcher…..

10 Top-Gründe, die NATO nicht zu lieben

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Den Kommentaren in den sozialen Medien und der realen Welt nach zu urteilen, haben Millionen von Menschen in den Vereinigten Staaten keine oder nur eine schlechte Meinung zur NATO gehabt, oder die NATO als die größte militärische Kraft der Welt, die für Katastrophenkriege an Orten wie Afghanistan (für Demokraten) oder Libyen (für Republikaner) verantwortlich ist, bis hin um zu glauben, dass die NATO eine enorme Kraft zum Guten in der Welt ist.

Ich glaube, dass dieser Begriff durch eine Reihe von Missverständnissen gestützt wird, die dringend Korrekturen erfordern.

1. Die NATO ist kein kriegsrechtliches Organ, ganz im Gegenteil.

2. Die NATO ist keine defensive Institution.

3. Trump versucht nicht, die NATO zu zerstören.

4. Wenn Trump versuchen würde, die NATO zu zerstören, würde uns das nichts über die NATO sagen.

5. Trump arbeitet nicht für Russland und wurde auch nicht von Russland gewählt.

6. Wenn Trump von Russland gewählt worden und für Russland arbeiten würde, würde uns das nichts über die NATO erzählen.

7. Russland ist keine militärische Bedrohung für die Welt.

8. Die Krim wurde nicht annektiert.

9. Die NATO ist keine engagierte Alternative zum Isolationismus.

10. Der 4. April gehört Martin Luther King jr., nicht dem Militarismus.

Die NATO wird in den USA und von anderen NATO-Mitgliedern als Deckung verwendet, um Kriege unter dem Vorwand zu führen, dass sie irgendwie legaler oder akzeptabler sind. Dieses Missverständnis ist nicht der einzige Weg, auf dem die NATO gegen die Rechtsstaatlichkeit arbeitet. Die Platzierung eines primär-US-Kriegs unter dem Banner der NATO trägt auch dazu bei, die Überwachung dieses Krieges durch den Kongress zu verhindern. Mehr hier….

Trump wollte die USA mehrmals aus der NATO austreten lassen

Trump mit den NATO-Führern. Bild: Youtube

Gegenüber seinen Regierungsbeamten hat US-Präsident Trump mehrfach die Forderung erhoben, die USA aus der NATO austreten zu lassen. Eine US-Erpressungspolitik par excellence.

Hochrangige Regierungsvertreter erklärten der New York Times, dass Trump mehrmals im Laufe des Jahres 2018 von privat ausgesprochen habe, er wolle sich aus der Nordatlantik-Vertragsorganisation (NATO) zurückziehen. Gegenwärtige und ehemalige Beamte, die das Bündnis unterstützen, sagten, sie fürchten, Donald Trump könnte zu seiner Drohung zurückkehren, da die Militärausgaben der…..

Gefährlicher Wahn

Gefährlicher WahnFoto: Jiri Flogel/Shutterstock.com

Machen wir uns nichts vor. Die EU hängt am Gängelband der NATO. Interessenten wird zunächst erklärt, dass Voraussetzung für den Beitritt die „Harmonisierung der Sicherheitspolitik“ wäre, idealerweise ein NATO-Beitritt. Die wirtschaftlichen Vorteile der EU werden als Köder benutzt, während das Opfer dann am Haken der NATO hängt und so nicht nur hinsichtlich der Wirtschaftspolitik, sondern auch der Sicherheitspolitik einen großen Teil seiner Souveränität verliert.

Und wenn das Land dann glaubt, doch eigene Wege gehen zu können, verhängt die EU Sanktionen und Besucher aus den USA kommen dann zu Besuch, wie Professor Werner Weidenfeld bei Beckmann offenbarte, und „dann kommt Geheimdienstmaterial auf den Tisch, das belastet‚ entweder Ihr macht mit oder …‘“ (1).

Nun will die Bundesrepublik Deutschland also ihren Rüstungsetat auf 2 Prozent des Bruttosozialproduktes erhöhen, „weil es so versprochen wurde“. Damit werden ihre Rüstungsausgaben in etwa die gleiche Höhe erreichen wie die des Riesenlands….

Europa macht sich zur Zielscheibe! Die EU stimmt für die Aufstellung neuer US-Raketen in Europa

Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben sich einstimmig der militärischen Strategie ihres amerikanischen großen Bruders angeschlossen. Sie haben akzeptiert, dass sich ihr eigener Boden im Falle eines Konflikts zwischen den Vereinigten Staaten und Russland in ein atomares Schlachtfeld verwandeln kann.

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In der Nähe des Glaspalastes der Vereinten Nationen in New York befindet sich eine metallische Skulptur mit dem Titel “Evil Defeated by Good” [Das Böse vom Guten besiegt], die den Heiligen Georg darstellt, der einen Drachen mit seiner Lanze durchbohrt. Sie wurde 1990 von der UdSSR gestiftet, um den 1987 mit den USA geschlossenen INF-Vertrag zu feiern, der landgestützte Kurz- und Mittelstreckenraketen (der Reichweite von 500 bis 5.000 km) verbietet. Symbolisch ist der Körper des Drachens tatsächlich aus Stücken von US Pershing-2 ballistischen Raketen (ursprünglich aus Westdeutschland) und sowjetischen SS-20-Raketen (ursprünglich aus der UdSSR) hergestellt.

Aber der Atomdrache, der in der Skulptur als sterbend dargestellt ist, wird nun wiedergeboren. Dank Italien und anderer Länder der Europäischen Union, die in der Generalversammlung der Vereinten Nationen gegen die von Russland vorgelegte Resolution zur “Erhaltung und Umsetzung des INF-Vertrags” gestimmt haben, die 46 zu 43 bei 78 Enthaltungen abgelehnt wurde.

Die Europäische Union – von der 21 ihrer 27 Mitglieder der NATO angehören (einschließlich des Vereinigten Königreichs, das gerade die EU verlässt) – hat damit eine einheitliche Haltung gegenüber der Position der NATO eingenommen, die wiederum eine einheitliche Haltung gegenüber den Vereinigten Staaten eingenommen hat.

Zuerst die Obama-Regierung, gefolgt von der Trump-Regierung, hat Russland ohne jeden Beweis beschuldigt, mit einer Rakete aus der verbotenen Kategorie zu experimentieren, und ihre Absicht angekündigt, sich aus dem INF-Vertrag zurückzuziehen. Gleichzeitig haben sie ein Programm zur Erneuerung der Aufstellung von Atomraketen in Europa zum Schutz vor Russland gestartet, während andere auch im asiatisch-pazifischen Raum gegen China stationiert sein werden.

Der russische Vertreter bei den Vereinten Nationen hat gewarnt, dass “dies den Beginn eines ausgewachsenen Wettrüstens darstellt”. Mit anderen Worten, er warnte, dass, wenn die Vereinigten Staaten wieder Atomraketen in Europa installieren sollten, die auf Russland gerichtet sind (wie die Cruise Missiles in Comiso in den 80er Jahren), Russland wieder ähnliche Waffen auf seinem eigenen Territorium installieren würde, die auf Ziele in Europa gerichtet sind (aber die USA nicht erreichen könnten).

Unter Missachtung all dessen beschuldigte der EU-Vertreter bei der UNO Russland, den INF-Vertrag sabotiert zu haben, und kündigte die Oppositionsabstimmung aller Länder der Union an, weil “die von Russland vorgelegte Resolution die zur Debatte stehende Frage vermeidet”. Im Grunde hat die Europäische Union daher grünes Licht für die mögliche Aufstellung neuer US-Raketen in Europa, einschließlich Italien, gegeben.

In einer so wichtigen Frage hat die Regierung Conte, wie ihre Vorgänger, die Ausübung der nationalen Souveränität aufgegeben und sich der EU angeschlossen, die ihrerseits die Position der NATO unter dem Kommando der USA übernommen hat. Und über den gesamten politischen Bogen hinweg wurde keine einzige Stimme erhoben, um zu fordern, dass das Parlament über die Abstimmung in der UNO entscheidet. Und ebenso wurde im Parlament keine Stimme erhoben, um Italien aufzufordern, den Atomwaffensperrvertrag einzuhalten, der vorsieht, dass die USA ihre Atombomben B61 aus unserem Staatsgebiet abziehen und auch darauf verzichten müssen, hier ab dem ersten Halbjahr 2020 die neuen und noch gefährlicheren B61-12 zu aufzustellen.

Dies ist also ein neuer Verstoß gegen das grundlegende Verfassungsprinzip, dass “die Souveränität dem Volk gehört”. Und da der politisch-mediale Apparat die Italiener in Unkenntnis dieser so wichtigen Fragen wiegt, ist er auch eine Verletzung unseres Rechts auf Information, nicht nur im Sinne der Freiheit zu informieren, sondern auch des Rechts darauf, informiert zu werden.

Wir müssen dies jetzt tun, sonst bleibt morgen keine Zeit für eine Entscheidung – eine Mittelstreckenrakete kann ihr Ziel mit ihrem Atomsprengkopf in 6 bis 11 Minuten erreichen und zerstören.

Übersetzung
K. R.

Quelle
Il Manifesto (Italien)

Norwegen und der Krieg gegen Libyen

Die norwegische Außenministerin nimmt im Parlament zum Nato-Angriff auf Libyen Stellung. Der Angriff sei richtig gewesen, nur danach habe es an einem Plan gefehlt.

Wie SputnikNews am 11.1. 2019 schreibt, erklärte die norwegische Außenministerin Ine Eriksen Søreide vor dem norwegischen Parlament, es habe sich 2011 bei den Angriffen auf Libyen um die seit Jahrzehnten größte Überseeoperation des Landes gehandelt. Allein Norwegen habe fast 600 Bomben auf verschiedene Ziele in Libyen abgeworfen, um Muammar al-Gaddafi zu stürzen.

Allerdings seien die anschließenden Bemühungen der internationalen Gemeinschaft um Libyen unzureichend gewesen. Die dem konservativen Lager angehörende Außenministerin bedauerte, dass es keinen Plan für das weitere Vorgehen nach den Bombardierungen im Rahmen der Nato-Operation gegeben habe, um Libyen zu stabilisieren. Innerhalb des UN-Sicherheitsrats habe der…..

Spaltung der Nato-Partner vertieft sich

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan weigerte sich, am Dienstag mit dem nationalen Sicherheitsberater der USA, John Bolton, zusammenzukommen.

In einer Rede vor dem Parlament sagte Erdogan, Bolton habe einen “schweren Fehler” begangen, als er eine neue Bedingung für den US-Austritt aus Syrien forderte. Bolton suchte nach Zusicherungen, dass die Türkei nach dem Abzug der amerikanischen Truppen die syrisch-kurdischen Verbündeten Washingtons nicht angreifen würde.

Er sagte, die Türkei werde bei der Frage der kurdischen Miliz der YPG, die die USA im Kampf gegen den islamischen Staat in Syrien unterstützt haben, niemals Kompromisse eingehen . Die Türkei betrachtet die YPG als terroristische Organisation und Teil der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans.

RojavaNews.net